Archiv zur KategorieTipps vom Profischneider

Warum soll Einlage verwenden.

eigene-bilder-330.jpgHeute habe ich meinen roten Hosenanzug fertig gestellt und dabei fiel mir der Besuch von Frau ……… aus dem Hause Freudenberg Vlieseline ein.
Im Mai habe ich beim Fachabend unserer Schneiderinnung den neuesten Vortrag über Einlagestoffe gehört.

Wie immer ein sehr interessanter Abend. Neben dem bekannten Produkt der H180 gibt es jetzt eine noch softere Vlieseinlage H608.
Schon die H180 war eine tolle Sache, denn durch sie erreichte man diese schöne weiche Oberfläche und hatte trotzdem etwas Stabilität im Vorderteil.
Die neue Einlage habe ich noch nicht ausprobiert, da ich momentan mit dem Mercedes unter den Einlagestoffen arbeite. Dies ist eine Wirkware, die es speziell für die Firmen gibt.
Kurzum es ist eine Einlage die einfach begeistert, doch mit einem Wermutstropfen und dies ist der Preis.
Was mich beim letzten Vortrag schon begeistert hat, war das Soluvlies. Mit diesem Hilfsmittel kann man sich seinen eigenen Stoff kreieren. Es werden zwischen zwei Lagen Vlies Wollfäden, Stoffschnipsel oder was man sonst noch vernähen kann gelegt, danach wird kreuz und quer je nach Lust und Laune darüber gesteppt. Zum Schluss wird das Vlies gut ausgewaschen und ein neuer Stoff ist entstanden. Daraus lassen sich allerlei schöne modische Dinge gestallten. Vom Gürtel bis zur Weste alles ist möglich.
Und die absolute Neuheit ist ein Vlies, mit dem man Crash- Optik erzeugen kann, sowie ein Spinnvlies für kreative Arbeiten.
Werde demnächst mal das Soluvlies ausprobieren, ob ich auch solch tollen Stoff zu hinbekomme wie die Vlieselinefrau.

Übrigens Einlage ist oft das A und O der Verarbeitung.

Kommentar

Die Hose

Das Nähen einer Hose mit Gummizug

Aus meiner langjährigen Erfahrung mit gewissen Lieblingsschnitten der Kunden weiß ich, hat man einmal etwas passendes gefunden, wird es immer wieder angewandt. Genauso ist es bei den Hosenschnitten. Es sind zwar Hosen mit Gummizug, doch nicht unbedingt weit wie es sonst üblich ist.
Zum selbst herstellen einer solchen Hose kommt hier eine Anleitung.

Nachdem der Schnitt bereitliegt und der Stoff vorbereitet ist, das heißt abgebügelt und der Fadenlauf bestimmt, kann der Hosenschnitt aufgesteckt werden.

Wir gehen so vor, dass wir die Teile im Fadenlauf auflegen, feststecken und je nachdem wie man gern verarbeitet ringsum den Schnitt abkreidet. Dann wird die Nahtzugabe angezeichnet, hier empfehle ich 2-2,5 cm an der Seitennaht, an der Schrittnaht 1,5 cm. An der Gesäßnaht im vorderen Hosenteil 1 cm und in der hinteren Gesäßnaht ebenfalls 1 cm bis zur Markierung, danach verlaufend nach oben auf 2,5 cm kommend. Jetzt wird an der Nahtzugabelinie entlang ausgeschnitten.

Nun gibt es zwei Möglichkeiten, entweder Sie bezeichnen die Naht auf dem unten liegenden Hosenteil durch Durchschlingen mit Heftfaden, oder Sie legen ein Kopierpapier unter und fahren mit dem Rädchen die Naht nach.

Als nächstes nehmen Sie ein hinteres und ein Vorderes Hosenbein, legen jeweils rechte Seite auf rechte Seite und stecken die Hosenaußennaht aufeinander, dann die innere Hosenbeinnaht stecken und jede Naht nähen. Tipp: Heften Sie die Hose zuerst zusammen, das erspart Ihnen den Auftrennärger falls es nicht ganz passen sollte. Nun die beiden Hosenbeine zusammenbringen durch zusammenstecken der zwei hinteren und zwei vorderen Hosenhälften.

Eine kurze Anprobe sollte nun eingeschoben werden bevor es weitergeht.

Die Hose passt, wunderbar, jetzt kann mit der Maschinen genäht werden. Dazu nehmen Sie am besten wieder die Gesäßnaht auseinander, denn sonst gibt es keinen schönen Übergang im Schritt. Nach dem Nähen wird versäubert, alle Längsnähte zuerst dann die Gesäßnaht. Gesäßnaht wieder schließen und die ganze Hose ausbügeln.

Im nächsten Arbeitsgang wird der Bund für den Gummizug vorbereitet, indem an einer Seite 1 cm umgebügelt wird, dann kommt das Maß für den Gummizug (meistens 3 cm) und noch 0,5 cm zugeben und einen Bruch einbügeln, zusammen steppen und dabei für das Einziehen des Gummis an der hinteren Bundseite eine Öffnung lassen. Der Bund muss die gleiche Weite haben wie die Taillenweite der Hose. Jetzt den Bund aufnähen und zwar von Innen nach außen. Die äußere Naht genau auf die erste Naht setzten steppen und fertig ist der Bund , bis auf das Einziehen vom Gummi.

Gummi einziehen mit Sicherheitsnadel und bei passender Taillenweite zusammen nähen.

Die Weite nun gleichmäßig verteilen, durch Stecknadeln absichern und zweimal den Gummibund durchsteppen.

Als letztes wird noch die Saumlänge bestimmt hoch gebügelt versäubert (oder auch nicht je nach Modell) und von Hand oder mit der Maschine angenäht.

Fertig ist die neue Hose.

Dann bin ich neulich etwas durchs Netz gestreift und bei der Hobbyschneiderin hängen geblieben. Es schon erstaunlich mit welchen Problemen sich so manche herum schlagen, gestaunt habe ich auch darüber, dass oft noch die Vorstellung herrscht in Sachen Mode könnte jeder mal so kurz einsteigen.

Auch wenn sich jeder Designer nennen darf, so ist dies doch oft ein knallharter Beruf und erfordert, wenn man es richtig angehen will, eine Ausbildung von einigen Jahren.

Dazu fällt mir so ein kleiner Vergleich ein. Eine Bekannte unseres Sohnes ist gelernte Verkäuferin und hat sich als Chefsekretären in einem großen Unternehmen beworben, das macht doch nachdenklich, wenn man die Vorstellungen miteinander vergleicht oder.

Einige Hosenschnitte habe ich vorrätig, sie können bei www.massundmehr.de per Mail bestellt werden.

Der Hosenschnitt wird nach Angabe der Maße für die entsprechende Figur hergestellt, dazu auf der Größentabelle nachsehen und TW, HW, Länge angeben.

Der Preis pro Hosenschnitt € 10,- .

Nach Bestellung und Zahlungseingang wird Ihnen der Schnitt umgehend zugesandt.

Bis bald

Edith F

Kommentar

Jeanshosen kürzen mit und ohne Originalsaum, selbst entworfene Werbung für Einladung.

Nach einer Woche voller Arbeit bin ich nun wieder einmal am Wochenende angelangt. Doch möchte ich nicht versäumen hier von meinen gekürzten Jeanshosen zu berichten.
Normalerweise mache ich den Saum um die cm kürzer indem ich ausmesse wie viel und dann schneide ich nach der Nahtzugabe ab, stecke den Saum neu um und nähe mit dem passendem Faden auf der rechten Seite den Hosensaum neu.
Beim kürzen sollte man darauf achten, dass es nicht so geht wie an der Hose die mir eine Kundin brachte und ganz verzweifelt meinte, die hat mir eine Bekannte gekürzt und nun ist sie viel zu kurz. Was war geschehen, nun die Hose musste um 3 cm gekürzt werden und die Gute hat einfach über dem Saum abgeschnitten und dann 3 cm gekürzt. Das geht natürlich nicht, hier hätte der Saum aufgetrennt gehört, dann bei 3 cm angezeichnet und abgeschnitten und wieder in der gleichen Breite wie der Originalsaum umgenäht.
So und nun komme ich auf das was ich mir eigentlich vorgenommen habe zu erklären.

Jeanshosen mit Originalsaum kürzen, wie geht das.
Ich muss zugeben, dass ich mich zuerst geweigert habe, die Hosen so schlampig (war meine Meinung) zu kürzen. Doch nun bin ich eines besseren belehrt worden, denn man lernt ja nie aus.
Und hier kommt das Ergebnis.

Als erstes messe ich aus wie viel gekürzt wird.
Dann schlage ich das Hosenbein nach außen um, dass genau die Hälfte des zu kürzenden Betrags im Bruch liegt.hosensaum-vorbereitung.jpg
Nun ganz knapp über dem Ursprungshosensaum nähen, sodass eine Falte entsteht. Hier darauf achten, dass die Nähte außen genau aufeinander sitzen (Quernadel stecken).hosensaum-abnahen.jpg
Wenn die abgesteppte Falte zu groß ist, schneide ich das ganze auf 1 cm ab und versäubre es.hosensaum-abschneiden.jpg

hosensaum-versaubern-2.jpg
Jetzt noch von der rechten Seite bügeln und der Originalsaum ist noch vorhanden.
gekurzt-2.jpgeigene-bilder-044.jpg
Das waren meine Wochenendtipps, falls beim Shoppen eine zu lange Jeans in die Einkaufstüte gelangt ist.

In der nächsten Woche steht nun meine Frühlingseinladung für meine Kunden auf dem Plan. Die Einladungen habe ich selbst gestaltet, in der Größe einer Postkarte ausgedruckt und sie an meine Kunden verschickt. Eine einfache und preisgünstige Variante für die Werbung in eigener Sache.

Bis bald
Edith

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Heute mal Maschinenkunde aus dem Schneideratelier

Tricks und Kniffs aus dem Schneideratelier

Heute mal Maschinenkunde aus dem Schneideratelier

Heute halte ich es mal wie das Wetter, es ist auch nicht zuverlässig mit der Frühlingslieferung.
Dem Hausbau gönne ich eine kurze Pause.

Wie bringe ich am besten den Faden durch ein kleines Nadelöhr.

Schneide den Anfang schräg an, leicht anfeuchten und dann sollte es gehen.

Wie kopiere ich einen Schnitt aus dem Schnittmusterbogen.

Hier gibt es zwei Methoden. Entweder legen Sie ein transparentes Papier über das heraus zu kopierende Teil und fahren mit dem Bleistift die Linien nach, oder es wird ein Papier untergelegt und mit dem Kopierrädchen den Markierungen entlang nachfahren.
Anmerkung: Ich selbst bevorzuge die Methode untergelegtes Papier, denn sie ist sparsamer im Papierverschleiß, weil alle möglichen Papiere verwendet werden können. Der Nachteil hierbei ist, dass die Schnittbögen etwas ramponiert aussehen bei mehrfachem Gebrauch.
Und ganz wichtig, vor dem Ausrädeln eine Unterlage auf den Tisch oder Boden legen.

Overlock- Nähmaschine: Wer kennt es nicht das Problem mit dem richtigen Stich.

In den Beschreibungen wird dies zwar meistens ausführlich behandelt, aber die Praxis sieht doch immer etwas anders aus. Von meinen früheren Nähkurs Teilnehmern weiß ich, wie oft verzweifelt mit den Maschinen gekämpft wurde, wenn der Stich nicht stimmte. Die meisten bekamen dann fast die Krise, wenn nur noch ausfädeln half.
Es gab sogar Teilnehmer, die Ihre Maschinen wieder verkauft haben, weil Sie mit dem Einfädeln einfach nicht klar kamen.

Hier ein paar Tipps aus der täglichen Praxis. Als Faustregel haben wir in unserem Atelier folgende Hilfestellung schriftlich festgehalten.
Bei normalem Faden z.B. Stärke 120 die Spannung etwas stärker zudrehen. Wenn ein feiner Faden z.B. Serafil (extra für die Overlock- Nähmaschine zum versäubern) benutzt wird, dann die Spannung lockern.
Zur Kontrolle auf einem Stoffstück ausprobieren und bei Bedarf die einzelnen Spannungen vorsichtig immer nur ein klein wenig auf und zu drehen, bis der gewünschte Stich entsteht.
Sollte dies alles nicht zum gewünschten Ergebnis führen, dann hilft oft nur noch eins, die ganze Maschine total ausfädeln, ausputzen, bei Bedarf ölen, die Nadel kontrollieren und neu einfädeln.

Und machen Sie uns folgenden Tipp nach, zeichnen Sie sich die Punkte der Spannungen auf und schreiben Sie genau die Einstellung für jeden Faden auf. Die Aufzeichnung wird Ihnen beim nächsten Mal eine große Hilfe sein, wenn wieder mal der Stich nicht so will, wie Sie ihn gern hätten.
Ich weiß, dass die Overlock- Maschine oft nicht einfach zu bedienen ist, wenn die Spannung nicht stimmt. Versuchen Sie es mal mit unseren kleinen Tricks aus der täglichen Praxis, Sie werden sicher damit Erfolg haben.

Nähmaschinen

Diese guten Stücke leisten uns sehr große Dienste und wollen natürlich auch dementsprechend von uns behandelt werden.
Hier werde ich Ihnen meine ganz persönlichen Pflegetipps verraten, die oft nicht so erklärt werden in den Beschreibungen. Meine Maschinen werden regelmäßig schön ausgeputzt (mit dem Pinsel) und danach bei Bedarf leicht eingeölt. Zum ausputzen zerlege ich im Bereich der Spule soweit es möglich ist die Teile, damit gut gesäubert und geölt werden kann. Über das einölen streiten sich die Geister, denn oft wird in den Beschreibungen angegeben, dass ein einölen nicht notwendig sei.
Dann kamen als meine Nähkursteilnehmer und die Maschinen waren am ächzen und stöhnen, weil die nötige Schmiere fehlte. Zuerst habe ich dann Maschinenpflege gemacht, schön ausgepinselt, dann eingeölt und danach noch die Nadel kontrolliert, ob sie stumpf ist, erst dann machte das Nähen so richtig Spaß, denn die Maschinen liefen wieder einwandfrei.
Oft werden auch Probleme mit der Spannung an mich herangetragen. Der Stich ist nicht einwandfrei, gibt Schlaufen oder zieht. Hier hilft ebenfalls wie bei der Overlockmaschine, die Spannung geduldig ausprobieren, kontrollieren ob die Nadel in der Stärke zum Faden passt, oder vielleicht stumpf ist, die Spule richtig sitzt und immer wieder eine Probe nähen.
Hier habe ich schon oft festgestellt, dass es an der Nähseide liegt und einzelne Maschinen so ihre Probleme mit dem Stich haben.
Wir Profis verwenden daher meistens einen sehr guten Faden mit 120 Stärke.
Auch bei den Maschinennadeln sollten Sie Sorgfalt walten lassen. Denn eine stumpfe Nadel
Kann Ihnen schnell das wunderschöne neue Teil verderben, wenn Fäden gezogen werden. Daher immer eine gute Nadel verwenden.
Auch hier habe ich einen kleinen Trick für Sie: Natürlich ist es sehr ärgerlich, wenn ständig die Nadel einen Haken hat und ausgewechselt werden muss. Bei uns im Atelier werden diese stumpfen Teile gesammelt und die leicht beschädigten Nadeln reiben wir an der Spitze mit feinem Schleifpapier ab und verwenden sie bei gröberen Stoffen.
Im übrigen empfehle ich die richtigen Maschinennadeln zu verwenden, das heißt, für Jeans nehmen Sie Jeansnadeln, für feine Stoffe 70er 80er und 90er für Wollstoffe, die ganz starken verwende ich persönlich sehr selten, da die meisten Stoffe mit den angegebenen Stärken genäht werden können.

Noch ein letzter Tipp zum Schluss: Für T-Shirts brauchen Sie keine Maschinennadel für Wirkware, sondern eine ganz normale 70er gute Nadel. Die Maschinennadeln mit der Rundspitze verwenden Sie nur für richtige Strickstoffe.

Edith F

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Dirndl fürs Oktoberfest, Coursagen und etwas Urlaubsstimmung

 Jetzt ist etwas Erholung in meinem hektischen Alltag eingekehrt, nur der Kopf macht irgendwie keine Pause.

Bin schon wieder mitten in der Planung für die nächste Attacke, denn das Oktoberfest steht praktisch vor der Tür. Na ja es ist schon noch eine Weile hin, aber für ein Dirndlangebot wird es höchste Zeit. Daher werde ich mich so schnell wie möglich auf die Hinterfüße stellen und loslegen, denn das Modell in einer anderen Größe nach zu nähen erfordert einiges an Zeit.

Coursagen gehören zu meinen Lieblingen, die ich sehr gern anfertige. Und da ich diesen Sommer wieder einmal eine Braut mit solch einem Teil glücklich gemacht habe, werde ich ein Bild davon hier einfügen. Für die Verarbeitung habe ich auch schon Kurse gegeben und werde daher die Coursage, in meinen Online Workshop der demnächst startet mit aufnehmen.

coursage.JPG

Nun noch kurz zum Schluss ein Thema, das viele Frauen kennen.

Heute Morgen musste ich wieder einmal eine kleine Reparatur an einem Kleidungsstück erledigen, das den Frauen vorbehalten ist (meistens), es war ein BH mit gebrochenem Bügel. Wer kennt das nicht, dieses kleine Knacken und der Bügel bricht durch. Was tun, das teure Stück rauswerfen, oder so anziehen, wo gibt es die Lösung.

Hier mein Tipp für den Fall der Fälle: Ein kleines Loch in das Bügelband an der oberen Kante einschneiden, den kaputten Bügel entfernen und einen neuen in der passenden Körbchengröße wieder einziehen. Die Öffnung mit ein paar Stichen verschließen, ich nähe dann zusätzlich noch ein winzig kleines Stofffleckchen darüber, ist noch etwas sicherer.

Die Bügel bekommt man in Wäschegeschäften, evtl. Sanitätshäusern, Kurzwarenabteilungen, oder Sie dürfen mir auch gern eine Nachricht senden, ob ich welche auf Vorrat habe. Hier steht die Mail- Adresse: www.massundmehr.de  

So das waren so meine kleinen Gedankengänge am diesem wunderschönen warmen Sommertag.

Bis bald

Edith F

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Nähkurs für eine Klappentasche

Fast ist eine Arbeitswoche vorüber und ich habe wieder einiges erledigt was dringend von meinen Kunden gebraucht wird.

Mittwochmorgen fing ich an noch schnell einen wunderschönen Indischen Seidenstoff zu zuschneiden, die Kundin eine junge Mama hat eine Hochzeitseinladung und bekommt einen Minirock und ein passendes Top dazu. Zuerst hatten wir nur den Minirock geplant und stellten bei der Besprechung fest, dass ein passendes Oberteil fehlt. Nach kurzem überlegen, ob der Stoff reicht, was zutraf, machte ich meiner Kundin den Vorschlag, aus dem verbleibenden Rest ein Top zu nähen. Ganz glücklich über diese Lösung meinte sie, dann brauche ich nicht mehr shoppen gehen, das ist toll.

Ganz gespannt war sie dann auf die Anprobe und sehr zufrieden über das Ergebnis. Eine Woche zuvor habe ich schon ihr Standesamtkleid aufgefrischt, mit einem neuen Oberteil, weil das ganze etwas eng geworden ist.

Eine weitere Aktion sind meine beiden Röcke für Grüße 54. Dafür habe ich einen ganz speziellen Schnitt entwickelt, der für die große Taillenweite umfasst und zum Saum sich so verjüngt, dass eine sehr schlanke Silhouette entsteht.

Endlich kam ich auch wieder dazu an meinen Vorbereitungen zum Online- Workshop zu arbeiten und stelle als kleines Bonbon die Verarbeitung einer Klappentasche online, allerdings ohne Bilder, diese werden dann im Workshop geliefert.

Die Klappentasche

Für die Klappe haben Sie aus dem Oberstoff zwei oder vier Teile ausgeschnitten.

Warum zwei oder vier? Die Klappe kann auf der Rückseite mit Stoff oder Futter verstürzt werden, je nachdem für was sie sich entscheiden, sind es dann zwei Teile aus Stoff und zwei Teile aus Futter, oder vier Teile aus Stoff. Dann noch zwei Paspelstreifen von ca. 4 cm Breite und jeweils 2 cm Zugabe an jeder Seite in der Länge und vier Futterteile passend zu den Paspelstreifen zuschneiden für den Taschenbeutel. Die Größe der Taschenbeutel ist unterschiedlich und wird dem jeweiligen Modell angepasst. Auf der Rückseite der Oberstoffklappe wird eine Fixierung mit Einlage angebracht.

Dann beide Klappenteile (Vorder- und Rückteil) rechts auf rechts legen und an drei Seiten abnähen. Nach dem zusammen Nähen schneiden Sie die Ecken stumpf ab oder wenn eine Rundung vorhanden ist, diese auf ca. 3 mm zurück. Die Klappe wird umgedreht und ausgeformt, gelingt Ihnen dieses nicht so richtig nur mit in die Kante drücken, dann heften Sie die Kante mit Nähseide ab.

Warum Nähseide? Diese hinterlässt beim Bügeln keine Abdrücke wie ein Heftfaden.

Die Klappe ist fertig gearbeitet und wird nun an die Ansatzlinie am Vorderteil angelegt, mit der Naht zum Saum zeigend und angesteppt. Im nächsten Arbeitsgang den Paspelstreifen unten anlegen, dafür stecken sie die Nahtzugabe von der Klappe nach oben, damit Sie beim annähen des Paspels nicht behindert werden.

Auch hier ein kleiner Tipp: Wenn sie mit der Nähmaschine zwei verschieden hohe Stofflagen haben, ist es sehr mühsam eine saubere gerade Naht zu bekommen. Daher das hochstecken der Klappennaht, dann können sie mühelos ihr Paspel annähen.

Der Abstand zwischen Klappe und Paspel sollte nicht mehr als 1 cm sein und die Annähnaht sollte exakt mit der Klappe aufhören. Zwischen Klappe und Paspel wird nun aufgeschnitten, jeweils endend 1,5 cm vor dem Ende der Klappe (Paspel) und links und rechts zur Ecke bis zum Ansatzpunkt einschneiden. Wichtig ist hier ganz exakt einzuschneiden, damit saubere Ecken entstehen.

Jetzt Klappe und Paspel nach innen drehen und das Paspel genau in den Abstand von Klappenansatznaht und Paspel mit der Paspelbreite ausfüllen und in der Ansatznaht vom Paspel durchnähen, ob mit der Maschine oder von Hand hier kann beides angewendet werden.

Taschenbeutel anbringen: Den hinteren Taschenbeutel auf die Klappenrückseite auflegen und in der Ansatznaht von der Klappe annähen (so dicht wie möglich. Bevor die Taschenbeutel zusammen genäht werden, die eingeschnittenen Ecken nach hinten drehen feststecken, dabei darauf achten, dass die Tasche auf der Außenseite nicht verzogen wird. Die Ecken kontrollieren und ganz knapp senkrecht zur Ansatzlinie abnähen. Den unteren Taschenbeutel auf die rechte Seite des Paspels auflegen (kann auch schon vor dem Annähen des Paspels getätigt werden) und annähen. Nun beide Taschenbeutel aufeinander stecken, an der Ansatzlinie der Klappe anfangen in der Naht von der Eckenbefestigung nähen, dann 2-3 Stiche nach außen und rund um den Taschenbeutel abnähen, natürlich an der 2.Ecke wieder so verfahren, wie bei der 1.Ecke. Wenn kein Futter angebracht wird, dann noch ringsum versäubern und Ihre Tasche ist fertig.

Soweit für Heute bis bald

Edith F

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Musterteile für die Konfektion und Profirock

Hallo ich grüße Euch

Jetzt wird es höchste Zeit, dass ich wieder ein paar Tipp und Tricks aus dem Nähkästchen an Euch weitergebe.

In den letzten 14 Tagen war ich total überlastet, denn ich habe wie jedes Jahr die Musterteile für die Konfektion hergestellt. Das wundert sicher den einen oder anderen Leser, denn der Ablauf wie die Jacken, Blusen, Röcke, Hosen usw. in den Handel kommen ist vielen nicht bekannt. Es sind unsere fleißigen Hände, die aus den gezeichneten, zu Papier gebrachten Kreationen, nachdem sie in gebrauchsfähige Schnitte umgewandelt sind, die Kleidungsstücke entstehen lassen, die im nächsten Sommer in vervielfältigter Form in den Läden hängen. Ja und somit sind wir schon ein Jahr im voraus über die neue Mode informiert.

Bei dieser Überlastung musste ich meine Kunden etwas vertrösten und war daher sehr froh, dass das Wetter nicht in eine totale Hitzeperiode ausartete, denn dann hätte ich ein echtes Problem mit meiner Zeiteinteilung gehabt. Die vielen Tops, Blusen, T-Shirt und Hosen mussten etwas warten. Aber jetzt stürze ich mich wieder in die Arbeit und hoffe meinen Rückstand bald aufzuholen, denn der Wetterfrosch sagt ja schönes warmes Wetter voraus und die nächsten Urlauber unter meinen Kunden stehen in den Startlöchern.

 

Natürlich habe ich auch für alle Nähbegeisterten wieder einige Tipps dabei. Schon öfter habe ich einzelne Arbeitsschritte eines konfektioniert hergestellten Rockes beschrieben und möchte einen weiteren dazufügen. Das Anbringen des Rockbundes!Zuerst bereiten Sie den Rockbund vor, indem Sie das Stanzband aufbügeln. Legen Sie die rechte Bundseite auf die rechte Rockseite und stecken den Rockbund an einer Seite vom RV. gleich oberhalb des letzten Zähnchens an. Der Bund wird ringsum aufgesteckt bis zum RV. auf der anderen Seite, hier mit dem gleichen Abstand zu den Zähnchen anstecken. Achten Sie, bevor Sie anfangen, auf die jeweiligen Ansatzpunkte auf dem Bund, sie sollten genau an der Kante anfangen. Danach kann der Rockbund angenäht werden. 

 

Beim Stanzband können Sie genau in der unteren Rille stecken und nähen. 

Nach diesem Arbeitsgang, erfolgt das anbringen des Futterrockes.

Sie gehen wie folgt vor: der Ansatzpunkt vom Bund an den Rock ist auf der Hinteren Hälfte der Ansatzpunkt für den Futterrock, allerdings um 0,05 cm nach innen versetzt auf beiden Seiten. Möchten Sie Aufhänger anbringen, dann schieben Sie diese jetzt zwischen Bund und Futter an der Seitennaht. Das Futter nun an den Bund anstecken und in der unteren Rille des Stanzbandes annähen.

Ein kleines Sorgenkind habe ich noch, meine eigene kleine Sommerkollektion. Ich wollte sie zum 1.Juli auf meiner Website www.massundmehr.de präsentieren, doch die Terminarbeit mit den Musterteilen hat mich so in Anspruch genommen, dass ich nicht zum Einstellen kam. Ich hoffe, dass ich das so schnell wie möglich nachholen kann. Allerdings steht für die nächsten Tage noch die zweite Welle Musterteile an.

Vorbereiten tue ich weiterhin meinen Online Workshop, ich glaube das wird eine ganz interessante Sache für die Hobbyschneiderin, die einiges für die Gestaltung und Anfertigung Ihrer einzigartigen Herbstkollektion darin erfahren wird.

Soviel für Heute bis bald

Edith F 

 

  

 

 

  

 

  

 

 

 

  

 

 

 

 

    

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Sommer Sonne Strand und Meer, tauchen in Ägypten

Zu diesem Traumurlaub startet meine Kundin Ende nächster Woche. Und ich bin am ganz schön am schuften, damit die passende Garderobe fertig wird.

Es ist jedes Mal eine Herausforderung für mich, drei oder vier vom Schnitt her gleiche Kleider aus unterschiedlichen Materialien zu gestalten.

Für den letzten Urlaub kam mir die Idee, an einem Kleid eine Häkelborde für den Ausschnitt anzufertigen und sie mit bunten Perlen zu besticken. Die Farbe des Kleides ist ein wunderschönes warmes Sonnengelb und das Kleid ein ganz normales geradegeschnittenes Modell. Es war der absolute Renner unter meinen 4 Modellen die ich angefertigt habe und kam laut Aussage meiner Kundin sehr gut an.

An Farben habe ich nun schon schwarz, rosa, dunkelblau, rot und gemusterte Stoffe verwendet.

Dieses Mal habe ich ein türkis besorgt, in uni und gemustert, hat mich irgendwie inspiriert beim Gedanken an das Meer, denn manchmal schimmert das Wasser in einem satten türkis. Ob das in Ägypten auch so ist kann ich leider nicht sagen, denn diese Urlaubserfahrung fehlt mir noch.

Na ja dann sind da noch die beiden Strandkleider, einfach so zum Überwerfen für den kurzen Abstecher an der Strand-Bar. Bin noch sehr damit beschäftigt, welche kleinen Etwas ich an diese beiden Teile anbringe. Am Donnerstag habe ich eine ganz interessante Variante eines kleinen Blickfangs gesehen, ich glaube diesen werde ich umsetzten. Könnte mir vorstellen, dass das ein besonderer Geck wäre.

Das schönste an der ganzen den Urlaubskleider ist, ich habe völlig freie Hand in der Auswahl der Stoffe und der Gestaltung der Modelle, das macht richtig Spaß. Natürlich braucht es auch ein gewisses Einfühlungsvermögen in die Vorstellung der Kundin was sie gern tragen möchte.

Da kommen mir meine Kenntnisse in der Farb- & Stilberatung die ich mir vor Jahren schon in etlichen Kursen angeeignet habe zu Gute. Dadurch fällt es mir nicht allzu schwer den richtigen Stil und die Farbe heraus zu finden. Natürlich gelingt es nicht jedes Mal auf Anhieb so gut wie bei dieser Kundin, ich denke es kommt dabei auch auf die Chemie an, ob man eine gemeinsame Ebene findet.

Meine Seite für die Alle die das besondere lieben www.massundmehr.de

So dann los geht’s in die nächste Arbeitswoche, ich hoffe ich kann auch noch einige Nähtipps für die Hobbyschneiderinnen in Wort und Bild zusammen stellen für den kommenden Online- Workshop den ich anbieten möchte.

Sind sie interessiert am Schneidern, dann schauen Sie sich die Tipps vom Profischneider vom Profi an.

Bis bald

Edith F

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Paspel und Schablonen

Jetzt hänge ich über dem roten Hosenanzug, ganz schön arbeitsintensiv das Ganze.

Am Donnerstag habe ich mich mit dem Einnähen der Knopflöcher beschäftigt und bin fast daran verzweifelt. Der wunderschöne rote Gabardine hat ein Nachteil, er ist sehr empfindlich und jeder nicht sitzender Stich ist zu sehen. Und mit dem alten Spruch „ mit dem Bügeln macht sich” geht gar nichts.

Also habe ich mehr getrennt als genäht. Ja auch mir passiert so etwas und das nicht zu selten, denn das Auftrennen ist in meinem Handwerk ein guter Freund.

Die Knopflöcher habe ich mit einer Schablone eingenäht, das war eine Arbeit. Der Stoff rutschte und schob, die Stiche waren dann nicht exakt gleich lang, das hieß dann auftrennen.

Irgendwann hatte ich es dann geschafft und war mit dem Ergebnis zufrieden.

Nebenher habe ich meine Arbeitsgänge an den Knopflöchern fotografiert und anschließen den Arbeitsablauf aufgeschrieben. Aus meiner Nähkurserfahrung weiß ich, dass Knopflöcher ein heißes Thema sind und etwas kompliziert zum Arbeiten, vielleicht hilft dies hier etwas weiter. Paspelknopfloch

     

 

 

 

 

 

 

       

 

 

 

 

 

 

       

 

 

 

 

 

 

 

 

      

 

 

 

 

 

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Applikationen

Oft sind Applikationen bei der Landhausmode zu sehen und man kann sich daher nicht so richtig vorstellen, dass diese Verzierungen auch bei anderen Kleidungsstücken eine gute Wirkung erzielen.

Viel zu eingefahren ist das Bild von Enten, Schäfchen, Rehböcken und Blümchen welche uns emotional ein Bild der heilen Welt vermitteln. Die Applikation hat aber noch einiges in anderen Bereichen zu bieten. So kann sie eine wunderbare Verbindung zwischen zwei unterschiedlichen Materialien herstellen, ein Farbentupfer an einen Abendkleid sein, oder die Tagesmode verzieren. Beim Verzieren denke ich aber nicht an fertige Motive die links oben oder in der Mitte eines Pullovers zu finden sind, sondern an eine kunstvoll auf dem Stoff aufgebrachte Applikation.

Wie entsteht nun eine Applikation.

Sie schneiden aus dem Stoff den Sie applizieren möchten großzügig das Muster aus, legen es auf die Klebeseite von Vliesofix auf, schneiden das Vliesofix rundum den Stoff ebenfalls aus und bügeln die Klebeseite auf die Rückseite Ihres zu applizierenden Musters auf. Als nächstes wird das Muster z.B. eine Rose exakt den Konturen nach ausgeschnitten. Danach das Papier von der Rückseite abziehen, Position der Applikation bestimmen und aufbügeln. Um das ganze haltbar zu machen, wird ein kleiner Zickzackstich eingestellt, Stichbreite beim Zickzackstich ca. 2-2,5 mm und bei der Stichlänge ca. 1-1,5 mm. Rundum die Applikation wird nun unmittelbar an der Schnittkante entlang der Zickzackstich angebracht. Diese Arbeit erfordert etwas Geschicklichkeit im Umgang mit der Nähmaschine, da ständig die Richtung gewechselt werden muss, wegen der Bögen und Ecken und dabei sollte möglichst ein sauberes Stichbild entstehen.

Die Applikation ist fertig aufgekurbelt (aufkurbeln Fachausdruck für Zickzack) nun können Sie nach Belieben noch weitere Verzierungen anbringen. Zum Beispiel mit Bändchen noch einen zusätzlichen Effekt erzielen indem die Konturen noch mehr hervor gehoben werden, oder mit aufgenähten Perlen verzieren, was dem Ganzen einen Eleganten tatsch gibt.

Soweit zur Applikation, ein paar Bilder von verschiedenen Motiven finden Sie hier bei www.massundmehr.de bei den Einblicken.

Eine weitere Technik ist die Inkrustation, dazu die Tipps das nächste Mal.

Ich möchte an dieser Stelle noch einmal an meinen online Workshop erinnern, welcher demnächst starten wird. Wenn sie gern weitere Infos darüber wünschen dann hier klicken .

Edith F

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