Archiv zur KategorieAlltag im Schneideratelier

Wintermantel in Arbeit

Geschafft eine Woche Arbeit ist vollbracht und man glaubt es kaum, auch der Kaschmirmantel hat seine Anprobe hinter sich.
Nach dem abräumen und aufräumen vom Laternenfest ging es Montag gleich los mit der Herstellung einer großen Tasche, so zu sagen einem Prototyp für eine Taschenkollektion. Das war vielleicht anstrengend bis alles perfekt genäht war. Vor allem das Innenleben machte mir ganz schön Kopfzerbrechen, denn es mussten quasi Haltebeutel und Abtrennungen angebracht werden, die ganz schöne Verrenkungen unter der Nähmaschine mit sich brachten. Doch nun bin ich fertig und das gute Stück sieht toll aus.
In der kommenden Woche geht es dann wieder in die Vollen, denn die Musterung in den Modefirmen steht an und somit für mich eine Arbeitsreiche Woche. Wahrscheinlich fahre ich dann wieder einmal Doppelschicht und komme nur noch zum schlafen und zwischen durch etwas  Essbares  einwerfen um nicht zu verhungern. Mal sehen wies wird.

Jetzt noch mal zum Kaschmirmantel, den habe ich anprobiert und ein paar Feinheiten abgesteckt und nun wird er so nebenher beim Fernsehen abgezeichnet und wieder in Einzelteile zerlegt.
Nun noch zu meiner Arbeitsweise: Wenn ich den Mantel wieder zerlege, brauche ich natürlich auch Anhaltspunkt wie die Nähte verlaufen. Im Vorfeld habe ich ja schon über die zwei Möglichkeiten der Bezeichnung der Nähte berichtet, ich nehme immer die zweite Variante, die mit der Nahtzugabe und den Zwicken.
Nach der Anprobe gehe ich dann so vor, dass ich zwischen den Nähten den Heftfaden auseinander schneide, so habe ich dann eine perfekte Bezeichnung der Teile wo ich drauf aufbauen kann.
Was zu beachten ist beim Abzeichnen (bezeichnen der Änderungen) sind Querzeichen, diese dienen dazu, dass die Zusammensetzung und Balance im fertigen Teil stimmt. Denn wenn zum Beispiel die Seitennaht etwas anders angeordnet werden muss, weil diese einfach nicht gerade nach unten verläuft, dann wird diese abgesteckt und mit Querzeichen markiert, damit die richtige Zusammensetzung auch vorgenommen werden kann.

Ich weiß dies klingt alles sehr kompliziert, doch ich werde nun Schrittweise Bilder machen um das ganze Schneiderlatein etwas zu entwirren.

Bis zum nächsten Mal

Edith F

Kommentar

Jetzt wird wieder genäht

Ab morgen beginnt er wieder, der Alltag in der Schneiderei.
Den August habe ich dazu genutzt einige Projekte, die mir am Herzen liegen zu verwirklichen und etwas auszuspannen. Wobei mir das Wort ausspannen nicht so richtig gefällt, denn ich hatte einiges um die Ohren.

Obwohl ich einige unliebsamen Dinge wieder einmal erlebt habe, hat mich diesmal keine innerliche Lethargie heimgesucht. So konnte ich trotz allem meine Projekte bearbeiten, damit ich sie Ihnen Vorstellen kann.

Jetzt aber hin zur neuen Woche, die arbeitsreich beginnen wird.
Am Freitag bekam ich eine Lieferung an Schals für die Firma Triumpf, die Ihre Schaufenster neu gestaltet, dieses Projekt wird von einer Kollegin durchgeführt und ich helfe bei der Näharbeit.
Nachdem ich alle Sommerkleider an meine Kunden ausgeliefert habe, steht nun nur noch eine leichte Jacke auf meinem Plan, die ich kommende Woche ausliefern werde.

Dann kommt das, worauf ich mich schon richtig freue, nämlich ich möchte ein Projekt für alle Nähbegeisterten starten, indem ich einen kompletten Mantel nähe und diesen Schritt für Schritt erkläre. Sozusagen vom ersten Strich bis zum Fertig bügeln.
So das war’s für Heute, ich würde mich wahnsinnig darüber freuen, wenn ich eine große Zahl begeisterter Mitleser beim Anfertigen meines Mantels hätte.

Bis bald
Edith F

Kommentar

Vlieseline Einlagestoffe

Eine Woche ist wieder vorüber und alle Teile sind vorgerichtet. Zugeschnitten habe ich einen Hosenanzug in Größe 50 für eine kleine Figur, dafür mussten die Proportionen gut eingeteilt werden, damit das Ganze gut rüber kommt.
Es ist wie schon erwähnt ein roter Gabardine den ich verwende, dieser Stoff fließt schön und hat trotzdem noch etwas Stand. Die Jacke wird jetzt mit Einlage fixiert, dafür habe ich eine dünne Wirkware von Vlieseline gewählt. Das Fixieren ist ein ganz wichtiger Arbeitsgang, denn nur dadurch erhält eine Jacke ihren richten Fall. Natürlich muss die Einlage sorgfältig ausgewählt werden, denn bei zu fester Einlage sieht die Jacke sonst aus wie ein Brett.
Erst vor 3 Wochen habe ich mir den neuesten Vortrag über Einlagen aus dem Hause Vlieseline angehört und mich informiert was es an Neuheiten auf dem Markt gibt.
Mein absoluter Favorit ist die H 608 sie ist sehr leicht und extrem elastisch, kann daher auch sehr gut bei Maschenware verwendet werden. Will man das Ganze etwas fester, dann gibt es für Jacken noch die Gewebeeinlagen G 700, G 740 und G 785. Alle Einlagen soll es im gut sortierten Fachhandel geben, so die Aussage der Referentin. Was ich noch ganz interessant fand, war eine Einlage zum selbst Crashstoffe herstellen, oder das schon etwas länger auf dem Markt bekannte Soluvlies mit diesem kann man sich seinen eigenen Stoff herstellen. Habe das nur so mal ausprobiert und muss sagen, auch das ist eine gute Idee für eigene Kreationen.
Es gibt viele kleine unsichtbare Helfer in Form von einer Einlage, erst durch diesen Einsatz an der richtigen Stelle wird aus einem Stoff ein richtiges Traumkleid.

Hier noch einige Kleinteile, ohne Einlage wäre dies fast nicht möglich zum Verarbeiten.
In der schwarzen Blende, der Stoff ist eine Wirkware, ist die 608 verarbeitet und bei den gelben Teilen die an das sexy Abendkleid gehören ist die ganz normale H180 einfixiert.

Bis bald

Edith F
eigene-bilder-293.jpg

eigene-bilder-288.jpg

Kommentar

Nähen im Akkord

Puh bei dieser Hitze auch noch arbeiten, das ist eine ganz schön anstrengende Sache. Trotz einer Höllenerkältung musste ich Montagmorgen richtig Gas geben.

Mein großer Auftrag muss nun abgearbeitet werden und das gelbe Abendkleid und einige Änderungen sollten auch noch sein.

Montag habe ich mal so 8 Stunden zugeschnitten, zuerst den Oberstoff dann die Einlage und das Futter. Die Verarbeitung an den Musterteilen ist sehr aufwendig, so werden alle Teile bis auf die Ärmel mit einer ganz zarten Einlage komplett fixiert. Dies ist sehr Zeitraubend und ohne eine Presse fast nicht machbar.
Nachdem ich dann alles fixiert hatte kam der nächste Arbeitsgang, alle Teile noch mal in die Hand nehmen und perfekt zuschneiden, das sind dann so 113 Teile nur Oberstoff und dann noch sehr viele Kleinteile, wie Taschenklappen und Kragen.
So das war so mein Arbeitseinblick, jetzt stürze ich mich ins Klappentaschen und Kragen nähen, das sind bei neun Jacken 18 Klappentaschen und 9 Krägen mit Steg. Ich glaube danach kann ich wieder Klappentaschen und Krägen im Schlaf nähen.

Übrigens falls Ihr die Verarbeitung von den beiden Kleinteilen noch nicht ganz nachvollziehen könnt, in meinem Workshop Scherenschnitt sind beide Teile beschrieben.
Den Workshop gibt es jetzt zum Sommersparpreis statt 29,95 € für 19,95 €.
Bis bald
Edith F

Kommentar

Gelbes sexy Abendkleid und Kollektionsarbeit.

Jetzt kommen zwei harte Wochen auf mich zu, in denen ich wieder die doppelte Schicht arbeiten werde als sonst.
Bin sehr froh, dass sich mein Schnupfen schon wieder verabschiedet hat, denn mit einem dicken Kopf und lahmen Knochen lässt es sich nicht gut arbeiten, vor allem nicht richtig konzentrieren. Den die Konzentration über den Arbeitsablauf, welches Teil zuerst bearbeitet wird, welche Naht zuerst genäht, das ist gar nicht so einfach wie sich das mancher so denkt.
Bei diesen Teilen steckt der Teufel im Detail, denn begeht man im ersten Arbeitsschritt einen Fehler, bekommt man kein gutes Endprodukt wie es vom Auftraggeber gewünscht wird.
So habe ich diese Woche ein Erstmodell einer Jacke hergestellt, mit sehr vielen Extras gespickt. Reißverschlüssen an den Taschen, Blasebalgtaschen, Reißverschluss und Knopfleiste in Kombination mit gewissen Extras versehen, Gürtel und Reverskragen und vielen abgesteppten Teilungsnähten und natürlich noch abgefüttert. Das war eine Herausforderung, selbst ich als langjähriger Profi war ganz schön gefordert.
Und morgen kommen nun die nächsten Teile ins Haus, mal sehen was es zu tun gibt.

Doch morgen früh bin ich noch mit zwei anderen Aufträgen beschäftigt, welche ich unbedingt noch anfangen muss, damit ich noch diese Woche die Anproben starten kann.
Das eine Kleid bekommt meine Stammkundin, eine ältere Dame 83 Jahre alt und als Gegensatz dazu das zweite Kleid, ein Abendkleid für eine junge Abiturientin.
Die Schnittgestaltung des Abendkleides wird keine einfache Angelegenheit, habe dafür zwar eine Bildvorlage mit einem gigantischen gelben Traum von einem Kleid, sehr sexy mit tiefem Rückenausschnitt, doch wie gesagt keinen Schnitt dazu. Diesen Schnitt werde ich nun morgen früh aufstellen nach den Maßen der Kundin, das wird höchstwahrscheinlich 2-3 Std. dauern bis er fertig ist, danach wird zugeschnitten. Der Auftrag meiner Stammkundin macht mir weniger Schwierigkeiten, denn hier liegen alle Schnitte die ich brauche vor. Für den Abend habe ich die Vorbereitung für die Anproben vorgesehen.
So wird dann dieser Arbeitstag so gegen 23 °° Uhr zu Ende gehen.

Noch eine kleine Anmerkung zum Schluss: Würde sehr gern schon jetzt das Bild einfügen vom gigantischen gelben Abendkleid, um für Sie eine original und kopierte Darstellung zu zeigen, doch ich warte lieber bis mein Modell fertig ist, damit es keine Schwierigkeiten mit fremden Bildern gibt.

Bis bald
Edith F

Kommentar

Blusen, Feminin, klassisch, sportlich

Blusen setzen in dieser Saison wichtige Akzente, das habe ich in unserer Fachzeitschrift der Rundschau gelesen.

Wie war, Blusen sind doch schon immer ganz tolle modische Begleiter und nun sind sie auch noch in.

Wunderbare Modelle strahlen uns aus den Magazinen an, mal mit Schluppen-Optik, dann wieder gerüscht, oder mit Volants versehen.

Diesen Sommer steht die Ärmellose Shirtbluse aus den 60er Jahren hoch im Kurs. Eine echte Alternative zum üblichen T-Shirt finde ich.

Doch gibt es auch die anderen, die ganz normalen Blusen, von denen habe ich diese Woche zwei Stück genäht. Für eine Kundin sehr klein und Größe 52 tragend, da ist schon der Schnitt eine ganz schöne Herausforderung für mich. Sich einfach mal kurz einen Blusenschnitt heraus kopieren ist da leider nicht möglich, denn die Proportionen sind einfach nicht stimmig mit den Fertigschnitten. Bin dann immer ganz glücklich wenn ich schon einen Schnitt vorrätig habe, den ich nach den Maßen der Kundin schon erstellt habe.

Die eine Bluse habe ich etwas aufgerüscht, wie man so schön sagt, denn dieser Stil wird von der Kundin sehr bevorzugt. Dazu habe ich ein kleines zartes Rüschchen entlang der vorderen Blende ungefähr über 2/3 der Länge eingearbeitet und an den Ärmel einen Zug für ein feines Röllchen aus dem Blusenstoff angebracht. Zu dieser Bluse werde ich nun Morgen früh noch ein Top herstellen, dann ist meine kleine Rubensfrau wieder topp angezogen.

Mal sehen vielleicht kann ich Sie zu einem Bild bewegen, das ich dann hier einstellen werde.

Bis bald

Edith F

Kommentar

Strumpfbänder, Ringkissen und Wellness- Anzüge

Nun ist er da der Wonnemonat Mai, mal sehen ob er so voller Wonne ist.

Für viele unter uns wird er nicht allzu viel Neues bringen, denn Sie werden nicht aus Ihrem Alltag ausbrechen können.

Als ich am 1. Mai zum Ausliefern in die Stadt fuhr, ich weiß der 1. Mai ist ein Feiertag, doch ich bin schon letztes Jahr geschäftlich unterwegs gewesen an diesem Tag und zu dem heißt es ja Tag der Arbeit, war ich wieder ganz berauscht von den Frühlingsdüften der aufblühenden Natur. Dies beflügelt doch richtig den Geist um neuen Schwung in die Arbeitswelt zu bringen.

War diese Woche doch auch schon sehr produktiv und ich habe einige kreative Entwürfe umgesetzt. Nebenbei zwei neue Ringkissen und einige Strumpfbänder für die angehenden Bräute produziert und bequeme Schlupfhosen aus einem ganz weichen Wirkstoff Viskose/ Baumwollmischung herstellt. Die Hosen bekommen nun noch ein bequemes Oberteil und sind dann für viele Einsätze im Wellnessbereich, oder in der Kur, oder ganz einfach als schicker leichter Hausanzug einsetzbar.

Na ja und die Aufträge meiner Kunden mussten auch noch erledigt werden.

Meine freien Minuten habe ich zur Fertigstellung meines Buches verwendet, das ich jetzt an verschiedene Verlage zur Einsicht schicken werde. Ein Teil davon habe ich als e-Book zusammengestellt, es wird für viele Menschen die in einer Zwangslage sind, wo die Schulden Sie zu verschlingen drohen, eine Stütze sein. Es zeigt Ihnen den Weg, wie Sie selbst bestimmt Ihr Leben meistern können, um wieder festen Boden unter die Füße zu bekommen.
Freuen wir uns am erwachten Frühling und geben unserer Seele Flügel,

bis zum nächsten Mal

Edith F

Kommentar

Vom T-Shirt nähen bis zur Kundeneinladung

Die letzte Woche war damit voll gepackt, denn am Donnerstag war es so weit, um 15.30 Uhr startete meine Frühlingspräsentation für meine Kunden. Es war ein voller Erfolg und spornt mich nun an, auf dieser Schiene weiter zu machen.
Jetzt gehe ich daran und setze die Hosen von meiner Kollegin, mit der ich zusammen die Kollektion EDITHION auf die Beine stelle, in meinen kleinen Shop bei www.massundmehr.de , doch es geht alles etwas langsam, denn unser Hauptgeschäft muss ja auch noch laufen.
Ich bin jedoch sehr zuversichtlich mit unserer Präsentation unserer Mode, denn es ist absolut keine Massenware und man läuft nicht die Gefahr, dass an der nächsten Ecke Frau Müller mit dem gleichen Outfit erscheint. Denn dies wäre dann ein totaler Zufall bei der kleinen Stückzahl.

Das Gute war noch an der Aktion, endlich kam die ganze Werkstatt wieder einmal in den Genuss aufgeräumt zu werden. Es ist schon ein Kreuz mit der Ordnung, als ich noch Lehrlinge hatte, dachte ich immer es liegt an Ihnen. Heute muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich selbst einen großen „Misthaufen“ schaffen kann und mich dabei gar nicht anstrengen muss.
Ich habe es jedenfalls geschafft, alles schön zu dekorieren und es sah auch ganz ansprechend aus. Morgens habe ich noch meine gestreifte Frühlingsjacke fertig gestellt und den letzten Schliff an einen T-Shirt angebracht.
T-Shirt nähen, das ist das Stichwort worauf ich heute eingehe.
Es sieht zwar sehr einfach aus, doch die meisten haben so ihre liebe Not mit den Stretchstoffen, vor allem wenn diese aus sehr rutschiger Viskose oder Polyester sind.

Hier meine Anleitung zum Bezwingen der Stoffe.
Ich stecke den Schnitt auf, beachte dabei den Fadenlauf und schneide mit 1 cm Nahtzugabe ringsum aus. Sollte an den Seitennähten kleine Schlitze sein, so schneide ich hier auf 1,5 cm – 2 cm Nahtzugabe, die ich ca. 3 cm über dem Schlitzende wieder verlaufend auf die 1 cm Nahtzugabe bringe. Wenn alle Teile ausgeschnitten sind, versäubere ich jeweils die Länge von VT und RT sowie den hinteren Schlitz ca. 5 cm über das Schlitzende hinaus und gleichzeitig noch den Ärmelsaum. Jetzt die Schultern schließen, hier ein kleiner Verarbeitungstipp, auf der hinteren Schulter ein Vlieselineband einbügeln dann klappt das nähen besser. Schulter zusammen versäubern und ins Rückenteil legen oder bügeln. Jetzt die Ärmel einsetzen, wobei ich vorher schon den Ärmelsaum umgebügelt habe.

So weiter komme ich Heute nicht, Fortsetzung mit Bildern folgt.

Bis bald
Edith F

Kommentar

Kunstschlosserei

Eine Woche ist wieder einmal zu Ende und ich bin vor lauter Arbeit noch nicht zum Schreiben gekommen.
Durch die Abwicklung eines großen Auftrages blieb natürlich viel liegen und musste erledigt werden. Einige Hosen und Jackenärmel waren zu kürzen, aber das was am meisten aufhielt, war ein wunderschöner kuscheliger Morgenmantel den ich aus Nicki- Stoff neu angefertigt habe. Bei diesem Kleiderwunsch der Kundin gab es die immer wieder kehrende Vorgeschichte. Ich weiß nicht wie viel Begehungen von Geschäften Sie im Vorfeld hinter sich hatte und nirgends war ein Bodenlanger Morgenmantel in Ihrer Lieblingsfarbe fuchsia zu finden. Nebenher habe ich noch einige Tricks und Tipps aus der Schneiderwerkstatt aufgeschrieben, die ich noch etwas schön verpacken muss um sie online zu stellen.
So viel zu meiner Beschäftigung die Woche über.

Nun mache ich weiter mit unserem Hausbau, den wir ja in Eigenleistung vollbracht haben. Wie gesagt ich bin immer noch ganz begeistert von meiner Raumaufteilung, die sich nun ein weiteres Mal bewähren wird.
Unser Sohn hat nun seine Kunstschlosserei Nebenberuflich angemeldet und sich die zweite Werkstatt eingerichtet. So entsteht nun in unserem Haus ein zweiter Handwerksbetrieb, der ebenfalls seinen Nutzen aus der Raumaufteilung ziehen kann. Denn die zweite Werkstatt besitzt einen eigenen Ausgang und ist groß genug für die Anfänge in seinem Handwerk. Was aber noch viel interessanter ist, das ist die Tatsache, dass Er einen wunderbaren Ausstellungsraum bekommt, nämlich einen Teil des über 90 qm großen geschäftlichen Raumes. Diese verteilen sich auf drei Etagen und werden noch mit einer Wendeltreppe verbunden. Für die Wendeltreppe ist alles schon vorbereitet, die runden Ausschnitte in den Decken wurden schon in den Plänen berücksichtigt. Die Treppe wird nun unser Sohn einbauen.

Ein paar Bilder habe ich auch vorbereitet, ich habe mal mit der Außenanlage begonnen, mit unseren schönen Natursteinmauern.

Das ist mein Ateliereingang. Für die Natursteinmauern wurden ausschließlich Steine aus unserem Grundstück verwendet. Die Treppe haben wir mit Porfür und Plfastersteinen belegt, so passt sie sich hervorragen der natürlichen Optik an.Eingang zum Atelier

Bis bald
Edith F

Kommentar

Ach du liebe Schneiderei

Ich liebe sie zwar sehr, aber in den letzten zwei bis drei Wochen ging die Liebe etwas zu weit. Aus dem Radio tönte täglich der Aufruf, dass es höchste Zeit für den Geschenke Einkauf wird, aber diesem Weihnachtshobby konnte ich nicht frönen. Nicht weil ich keine Lust hatte, nein das war nicht der Fall. Ich habe mich an der neuen Mode ergötzt für den Winter 2008/ 2009 und tolle Musterteile hergestellt. Mein Tagesablauf bestand 14 Tage lang aus ein paar Stunden Schlaf und sehr viel Arbeit.

Und natürlich meine Kunden, auch Sie wollten nicht vernachlässigt werden, so entstand hier noch eine Hose, da eine Bluse, oder der Rock für die Weihnachtsfeier den kein Laden im Angebot hatte. Und auch die kleinen Änderungen, wie das Kürzen der eleganten Hose, das erweitern des Lieblingsrockes für meine Sängerin, welche Weihnachten ein paar Auftritte zu absolvieren hatte, wollten ebenfalls noch erledigt werden. So bin ich in diesem besinnlichen Advent im wahrsten Sinn des Wortes, durch Zeit und Raum geflogen und am 23.12. völlig erschöpft wieder gelandet.

Um einen kleinen Einblick zu gewähren, hier ein paar Profiverarbeitungstechniken.
Zehn zugeschnittene Jacken lagen als Einzelteile vor mir und alle bekamen auf der Rückseite eine Einlage auffixiert, damit die gewünschte Optik entsteht. Ich habe also meine Bügelpresse angeworfen und meine Mitarbeiterin hat 6 lange Stunden die Einlage auffixiert. Danach mussten 33 Einzelteile pro Jacke zusammengesetzt werden. Um die Jacke in vollem Glanz erstrahlen zu lassen, habe ich insgesamt 100 Paspelknopflöcher und 30 Paspeltaschen eingearbeitet. Zusätzlich bekam das Jäckchen noch an verschiedenen Stellen ein Paspel zwischen den äußeren und inneren Stoff eingenäht. Das war eine ganz schöne Herausforderung.
Was sehr viele nicht wissen, die toll gearbeiteten Musterteile lassen sehr viele Firmen noch im eigenen Land anfertigen, die Produktion wird dann in Fernost erledigt.
Jetzt bringe ich wieder etwas Ordnung in mein Chaos und gleich nach dem ersten Januar geht es weiter mit der Arbeit, denn fertig bin ich trotz aller Anstrengung nicht geworden.

Mein eigenes Projekt Mode von EDITHION blieb etwas auf der Strecke und wir haben nur ein paar Teile produziert, aber diese erfreuen sich einer regen Nachfrage. Wollte schon längst meine Homepage damit bestücken, es lief mir einfach die Zeit davon. Vielleicht komme ich ja noch in den nächsten Tagen dazu.

Eine Anleitung für die Paspeltasche und die Knopflöcher finden Sie in meinem Online- Workshop Scherenschnitt, für Alle die das Schneidern der eigenen Garderobe mit etwas besonderem ausstatten möchten. Machen Sie es wie die Konfektion und setzen Sie Akzente durch Samt- oder Satinpaspel in einem schönen Wollstoff.

Das war nun mein kleiner Lagebericht über die Arbeit in der Schneiderei,

bis bald
Edith F

Kommentar

· « Vorherige Einträge