Archiv des MonatsJuli, 2008

Warum soll Einlage verwenden.

eigene-bilder-330.jpgHeute habe ich meinen roten Hosenanzug fertig gestellt und dabei fiel mir der Besuch von Frau ……… aus dem Hause Freudenberg Vlieseline ein.
Im Mai habe ich beim Fachabend unserer Schneiderinnung den neuesten Vortrag über Einlagestoffe gehört.

Wie immer ein sehr interessanter Abend. Neben dem bekannten Produkt der H180 gibt es jetzt eine noch softere Vlieseinlage H608.
Schon die H180 war eine tolle Sache, denn durch sie erreichte man diese schöne weiche Oberfläche und hatte trotzdem etwas Stabilität im Vorderteil.
Die neue Einlage habe ich noch nicht ausprobiert, da ich momentan mit dem Mercedes unter den Einlagestoffen arbeite. Dies ist eine Wirkware, die es speziell für die Firmen gibt.
Kurzum es ist eine Einlage die einfach begeistert, doch mit einem Wermutstropfen und dies ist der Preis.
Was mich beim letzten Vortrag schon begeistert hat, war das Soluvlies. Mit diesem Hilfsmittel kann man sich seinen eigenen Stoff kreieren. Es werden zwischen zwei Lagen Vlies Wollfäden, Stoffschnipsel oder was man sonst noch vernähen kann gelegt, danach wird kreuz und quer je nach Lust und Laune darüber gesteppt. Zum Schluss wird das Vlies gut ausgewaschen und ein neuer Stoff ist entstanden. Daraus lassen sich allerlei schöne modische Dinge gestallten. Vom Gürtel bis zur Weste alles ist möglich.
Und die absolute Neuheit ist ein Vlies, mit dem man Crash- Optik erzeugen kann, sowie ein Spinnvlies für kreative Arbeiten.
Werde demnächst mal das Soluvlies ausprobieren, ob ich auch solch tollen Stoff zu hinbekomme wie die Vlieselinefrau.

Übrigens Einlage ist oft das A und O der Verarbeitung.

Kommentar

Am Anfang steht ein Strich

Jedes Kleidungsstück beginnt mit dem ersten Bleistiftstrich. Vom Spitzenhöschen bis zum Abendkleid alles beginnt mit einer Linie auf einem Papier.
Sicher haben Sie schon oft ein tolles Kleid in einer Zeitschrift gesehen und hätten es gern nachgearbeitet. Doch ohne Schnitt gelingt dies meistens nicht.
Wie Sie aus einem Bild einen Schnitt entwickeln das können auch Sie lernen. Mehr dazu auf der Seite Grundschnittkurs.
Als erstes steht der Entwurf oder ein Bild zur Verfügung, das es nun umzusetzen gilt. Um daraus einen Schnitt zu gestalten, braucht man die Maße von der Person, die dann das neue Outfit tragen soll. Anhand der Maßtabelle wird abgemessen und die Maße werden aufgeschrieben. Hier geht es zur Maßtabelle Gratis Infos zum Grundschnitt
Jetzt kann es ans Herstellen des Grundschnittes gehen. Der erstellte Grundschnitt dient dann als Ausgangspunkt für die Modellschnitte.
Durch dieses System lassen sich daher Schnitte für alle Figuren anfertigen, auch wenn die Maße nicht dem herkömmlichen Konfektionsstandart entsprechen.
Mein Grundschnittlehrgang beruht auf dem Müller & Sohn System, welches in vielen Meisterschulen gelehrt wird.
Was Sie dazu brauchen, ist ein Lineal, ein Schnittpapier (Packpapier), ein Bleistift, Radiergummi, Maßband, Schere und Klebestreifen. Es sind keine aufwendigen Programme erforderlich, sondern nur etwas Geduld und Ausdauer.
Wenn Sie sich schon immer diesen Wunschtraum von der Kleidung die zu Ihren Maßen passt erfüllen wollten, dann beginnen Sie mit dem ersten Schritt, Ihrem ganz persönlichen Grundschnitt.
Bis bald
Edith F

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Puppenkleidermärchen

Heute bin ich noch etwas in Urlaubsstimmung, denn ich durfte nach langer Zeit wieder einmal 5 Tage lang meine Werkstatt zuschließen.
Darum werde ich diesmal keine Schneiderweisheiten von mir geben, sondern eine Geschichte erzählen.

Sie beginnt wie alle Märchen mit, es war einmal.

Das Puppenkleidermärchen.

Es war einmal ein kleines Mädchen, dessen liebste Beschäftigung das Puppen spielen war. Meistens suchte Sie sich ein schönes Plätzchen im sonnigen Garten, vielleicht unter einem Schatten spendenden Kirschbaum, wo Sie wunderbar Ihr Traumhaus einrichten konnte.
Ihre Puppenkinder wurden gefüttert, gewickelt und schön angezogen.
Damit auch immer ein neues Kleidchen zum Ausgehen da war, musste die kleine Puppenmama fleißig stricken, häkeln und nähen. Ganz schick, wie kleine Prinzessinnen saßen dann Ihre Kinder im Puppenwagen und wurden spazieren gefahren.
Das Mädchen wurde älter und langsam verlies es die Lust am spielen. Nur die Freude an schönen Kleidern blieb tief in Ihrem inneren sitzen.
Eines Tages, als es noch zur Schule ging und die Lehrerin in der Klasse nachfragte, was möchtet Ihr denn gern tun, wenn Ihr ins Leben hinausgeht. Da meldete sich bei der heran gewachsenen Puppenmama aus einer verborgenen Ecke eine ganz leise Stimme, ich möchte schöne Kleider nähen. Und als die Reihe an Ihr war, damit Sie Ihren Wunsch äußerte, wusste Sie sofort und ohne jeglichen Zweifel, ich werde Schneiderin.
In einem ganz tollen Modesalon, wo die Damen sich einkleiden ließen, da durfte Sie dann Ihren Wunschtraum in Erfüllung gehen lassen.
Nie hätte Sie gedacht, dass es so furchtbar anstrengend ist die Nadel richtig zu führen und vor allen Dingen, dass dieses komische Ding auf den Finger muss.
Abendkleider aus Samt und Seide, mit Perlen bestickt wurden genäht, dass es nur so glitzerte und funkelte.
Im Salon, wo die Damen empfangen wurden, hingen Lüster an Wand und Decke, so etwas hatte Sie noch nie gesehen.
Fleißig übte Sie und alsbald konnte Sie die ersten Kleider für sich aus ihren eigenen Entwürfen zaubern. Wenn hier und da einmal das neue Kleid etwas zwickte, weil die Maße nicht ganz passten, war das nicht so schlimm.
Nach den Lehrjahren erwachte Ihr Ergeiz, Sie wollte genauso tolle Kleider machen wie Ihre Chefin und auch so einen schicken Salon besitzen.
Die Jahre vergingen und nach vielem üben und lernen wurde aus dem kleinen Mädchen mit den Puppenkleidern eine wunderbare Designerin, die Ihren Beruf sehr liebte und dadurch viele Menschen glücklich gemacht hat.

Soweit mein Puppenkleidermärchen, womit sich sicher viele identifizieren können, vor allem diejenigen, die mit Leib und Seele den wunderbaren Beruf der Schneiderin ausüben.

Und Alle die dies nicht konnten, hatten vielleicht den gleichen Kindheitstraum, nur ließ er sich nicht verwirklichen.

Aus Träumen entsteht die Zukunft, fangen Sie an sie zu gestalten.

Bis bald
Edith F

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Sommer Sonne Sommerkleid

Bin etwas aus dem Rhythmus mit meinem Blog gekommen und werde das nun schleunigst wieder nachholen.
In den letzten 14 Tagen habe ich mich an einem Projekt für eine Firma beteiligt und gearbeitet was das Zeug hält. Es waren lauter Vorhänge zu nähen, also nicht gerade aufregend aber Arbeitsintensiv. Eine Menge Zeit brauchte schon allein der Zuschnitt, das nähen war dann razfaz erledigt.

Dadurch hat meine andere Arbeit natürlich etwas gelitten und so habe ich meinen roten Hosenanzug immer noch nicht fertig gestellt.
Was ich aber so auf die Schnelle dazwischen geschoben habe, war ein Sommerkleid in Gr. 50.
Der Schnitt ist ganz einfach und kann für ein ganz normales Tageskleid, wie auch für ein festliches Abendkleid verwendet werden. Auf die Idee hat mich vor ein paar Jahren eine Kundin gebracht, die sich immer aus dem gleichen Grundschnitt Ihre Kleider fertigen ließ. Wenn das Kleid dann ausgehtauglich sein sollte, bekam es eben eine Perlenstickerei und hob sich in Stoffqualität und Farbe von den normalen Tageskleidern ab.

Und hier nun in Kurzform die Schnitterklärung.

Der Schnitt in Form eines Bogenhemdes ist ganz einfach und unkompliziert.
Und so geht die Verarbeitung am Schnellsten: Zuschneiden, Brustabnäher einnähen und Schulternähte schließen, jetzt Armlöcher und Halsausschnitt versäubern, hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum einen kann mit Beleg verstürzt werden, oder ganz einfach nur ein Vliesband einbügeln und danach versäubern und ringsum Steppfußbreit befestigen. Oder roulieren mit Schrägbändern aus dem gleichen Stoff, oder aus einer anderen Farbe. Egal welche Verarbeitung gewählt wird, diese sollte vor dem zusammen nähen der Seitennähte stattfinden.
Hier ein kleiner Tipp: prüfen Sie die Länge der Seitennaht (Rücken- und Vorderteil), damit am Armloch alles zusammen passt. Sollte dies nicht der Fall sein, dann am Armloch ausgleichen, nicht an der Länge, denn dies gibt einen unschönen Saum.
Seitennähte schließen, falls ein Schlitz angebracht wird, dann bis zum Schlitzanfang nähen. Jetzt wird ausgebügelt und der Saum eingebügelt. Als letzten Arbeitsgang nähen Sie den Saum und Schlitz mit der Maschine fest, so wie bei einem T-Shirt.
Fertig ist ein leichtes luftiges Sommerkleid.
Na wäre das nicht ein schneller Schnitt für heiße Tage?

Habe einige Schnitte für große Größen bei meinen Schätzen liegen.

Bis bald
Edith F

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