Archiv des MonatsJuni, 2008

Auf geht’s zum ABI- Ball

Es ist vollbracht, das gelbe Abendkleid ist fertig und sitzt wie an gegossen. Es war eine ganz schöne Geburt bis alle Träger so saßen wie sie sollten und die Blenden schön um die Kurven liefen.
Doch ich glaube, dass sich die Mühe gelohnt hat, hier ein kleines Bild fertiges-kleid.jpgetwas mehr gibt es hier bei massundmehr.de bei den Infos zu sehen.
Ganz schnell so quasi nebenbei habe ich noch für einen anderen ABI- Ball Besucher die Anzugshose in Form gebracht, auch dies war ganz schön Zeitaufwendig. Zumal die Hose zwei Nummern zu groß war und der schlanke Jüngling ist fast darin versunken.
Die Hose habe ich dann ausschließlich in der Hinter- Hose enger gemacht, indem ich die Seitennähte und Länge und den Bund so ca. bis zur vorderen Schlaufe aufgetrennt habe. Dann wurde der abgesteckte Betrag seitlich an der Hinter- Hose auf beiden Seiten weg geschnitten, dabei habe ich die Beine etwas modischer gestaltet, indem ich sie gerade geschnitten und unten mit einem Aufschlag versehen habe (Länge war genügend vorhanden). Die Nähte wurden dann neu versäubert und die Beine wieder zusammen genäht. Danach wurde der Bund wieder aufgesetzt, der durch die engere Seitennaht nun an der Hinteren Mitte heraus geschoben wurde. Zum Schluss die Gesäßnaht geschlossen und alle Stiche angebracht (an den Taschen die Riegel und am Bund einzelne Stiche) und die Gürtelschlaufen wieder befestigt. Jetzt wird noch die Bügelfalte, die sich ja in der Hinteren- Hose verschoben hat, neu einbügelt, so dass sie schön gerade hoch läuft.
Die Arbeit ist zwar sehr aufwendig, doch die Herren der Schöpfung bekommen durch diesen Änderungstrick in den Hosen den berühmten Knackarsch.

Soviel zu meiner Arbeit, halt etwas hätte ich noch fast vergessen, meine Hilfe und ich haben diese Woche ja noch 114 Vorhänge zum Nähen vorbereitet, meine Aufgabe war der Zuschnitt, die Vorbereitung für die Nähmaschine hat meine Hilfe getätigt.

Bis bald
Edith F

Kommentar

Hosenschnitt zum Nachnähen

Die Hose

Das Nähen einer Hose mit Gummizug.

Aus meiner langjährigen Erfahrung mit gewissen Lieblingsschnitten der Kunden weiß ich, hat man einmal etwas Passendes gefunden, wird es immer wieder angewandt. Genauso ist es bei den Hosenschnitten.
Die Hose ist zwar mit Gummizug, doch nicht unbedingt weit in der Taille wie es sonst üblich ist.

Zum selbst herstellen einer solchen Hose kommt hier eine Anleitung. eigene-bilder-084.jpg

Nachdem der Schnitt bereitliegt und der Stoff vorbereitet ist, das heißt abgebügelt und der Fadenlauf bestimmt, kann der Hosenschnitt aufgesteckt werden.

Wir gehen so vor, dass wir die Teile im Fadenlauf auflegen, feststecken und je nachdem wie man gern verarbeitet ringsum den Schnitt abkreidet. Dann wird die Nahtzugabe angezeichnet, hier empfehle ich 2-2,5 cm an der Seitennaht, an der Schrittnaht 1,5 cm. An der Gesäßnaht im vorderen Hosenteil 1 cm und in der hinteren Gesäßnaht ebenfalls 1 cm bis zur Markierung, danach verlaufend nach oben auf 2,5 cm kommend. Jetzt wird an der Nahtzugabelinie entlang ausgeschnitten.
Nun gibt es zwei Möglichkeiten, entweder Sie bezeichnen die Naht auf dem unten liegenden Hosenteil durch Durchschlingen mit Heftfaden, oder Sie legen ein Kopierpapier unter und fahren mit dem Rädchen die Kanten um den Schnitt nach.

Als nächstes nehmen Sie ein hinteres und ein Vorderes Hosenbein, legen jeweils rechte Seite auf rechte Seite und stecken die Hosenaußennaht aufeinander, dann die innere Hosenbeinnaht stecken und jede Naht nähen. Tipp: Heften Sie die Hose zuerst zusammen, das erspart Ihnen den Auftrennärger falls es nicht ganz passen sollte. Nun die beiden Hosenbeine zusammenbringen durch zusammenstecken der zwei hinteren und zwei vorderen Hosenhälften.
Eine kurze Anprobe sollte nun eingeschoben werden bevor es weitergeht.

Die Hose passt, wunderbar, jetzt kann mit der Maschinen genäht werden. Dazu nehmen Sie am besten wieder die Gesäßnaht auseinander, denn sonst gibt es keinen schönen Übergang im Schritt. Nach dem Nähen wird versäubert, alle Längsnähte zuerst dann die Gesäßnaht. Gesäßnaht wieder schließen und die ganze Hose ausbügeln.

Im nächsten Arbeitsgang wird der Bund für den Gummizug vorbereitet, indem an einer Seite 1 cm umgebügelt wird, dann kommt das Maß für den Gummizug (meistens 3 cm) und noch 0,5 cm zugeben und einen Bruch einbügeln, zusammen steppen, sodass ein Ring entsteht der die gleiche Weite hat wie die obere Kante der Hose. Für das Einziehen des Gummis lassen Sie an der zusammen gesteppten Naht eine kleine Öffnung zum Einziehen des Gummis offen.
Jetzt den Bund aufnähen und zwar von Innen nach außen. Ala erstes stecken Sie die nicht eingebügelte Naht des Bundes an die Hose an, dann annähen. Jetzt wird der Teil des Bundes mit dem Umgebügelten cm nach der rechten Seite umgeschlagen und genau auf die gesteppte Naht aufgesteckt und rundum festgenäht.

Nun den Gummi einziehen mit einer Sicherheitsnadel und bei passender Taillenweite zusammen nähen.
Die Weite nun gleichmäßig verteilen, durch Stecknadeln absichern und zweimal den Gummibund durchsteppen.

Als letztes wird noch die Saumlänge bestimmt hoch gebügelt versäubert (oder auch nicht je nach Modell) und von Hand oder mit der Maschine angenäht.

Eine einfache Schlupfhose ist entstanden.

Hosenschnitte in verschiedenen Größen können Sie gern bestellen, gehen Sie auf meine Homepage massundmehr.de bei den Infos finden Sie eine Maßtabelle, wo Sie Ihre Größe aussuchen können. Dann gehen Sie folgender Maßen vor, Sie geben Ihre gemessene Taillen- und Hüftweite an, sowie die gewünschte Länge.
Da die Schnitte nach Bestellung für die jeweilige Größe aufbereitet werden, dient die Maßtabelle nur zur Orientierung für den Grundschnitt.

Bis bald

Edith F

Kommentar

Vlieseline Einlagestoffe

Eine Woche ist wieder vorüber und alle Teile sind vorgerichtet. Zugeschnitten habe ich einen Hosenanzug in Größe 50 für eine kleine Figur, dafür mussten die Proportionen gut eingeteilt werden, damit das Ganze gut rüber kommt.
Es ist wie schon erwähnt ein roter Gabardine den ich verwende, dieser Stoff fließt schön und hat trotzdem noch etwas Stand. Die Jacke wird jetzt mit Einlage fixiert, dafür habe ich eine dünne Wirkware von Vlieseline gewählt. Das Fixieren ist ein ganz wichtiger Arbeitsgang, denn nur dadurch erhält eine Jacke ihren richten Fall. Natürlich muss die Einlage sorgfältig ausgewählt werden, denn bei zu fester Einlage sieht die Jacke sonst aus wie ein Brett.
Erst vor 3 Wochen habe ich mir den neuesten Vortrag über Einlagen aus dem Hause Vlieseline angehört und mich informiert was es an Neuheiten auf dem Markt gibt.
Mein absoluter Favorit ist die H 608 sie ist sehr leicht und extrem elastisch, kann daher auch sehr gut bei Maschenware verwendet werden. Will man das Ganze etwas fester, dann gibt es für Jacken noch die Gewebeeinlagen G 700, G 740 und G 785. Alle Einlagen soll es im gut sortierten Fachhandel geben, so die Aussage der Referentin. Was ich noch ganz interessant fand, war eine Einlage zum selbst Crashstoffe herstellen, oder das schon etwas länger auf dem Markt bekannte Soluvlies mit diesem kann man sich seinen eigenen Stoff herstellen. Habe das nur so mal ausprobiert und muss sagen, auch das ist eine gute Idee für eigene Kreationen.
Es gibt viele kleine unsichtbare Helfer in Form von einer Einlage, erst durch diesen Einsatz an der richtigen Stelle wird aus einem Stoff ein richtiges Traumkleid.

Hier noch einige Kleinteile, ohne Einlage wäre dies fast nicht möglich zum Verarbeiten.
In der schwarzen Blende, der Stoff ist eine Wirkware, ist die 608 verarbeitet und bei den gelben Teilen die an das sexy Abendkleid gehören ist die ganz normale H180 einfixiert.

Bis bald

Edith F
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Kommentar

9 schwarze Jacken

Das war wieder einmal ein Höllentrip, 9 Jacken nähen in hochwertiger Ausführung.

Mit dem Zuschnitt fing es an, dieser musste exakt ausgeführt werden, nachdem alle Teile bis auf die Ärmel mit einer hauchdünnen Einlage fixiert wurden.
Nähte schließen und Zierstiche anbringen sind dann die einfachsten Arbeiten. Kompliziert wird es, wenn die Ärmelschlitze, Taschen, Krägen und Belege gearbeitet werden, alles muss Punkt genau sitzen und perfekt verarbeitet werden. Genauso gehört das Bügeln der einzelnen Arbeitsschritte dazu, auch das nimmt sehr viel Zeit in Anspruch.

Doch ich will hier nicht über meine Arbeit ein Klagelied singen, denn ich liebe sie trotz allem sehr. Es ist schon etwas ganz tolles, wenn am Ende eines Auftrags dann in Reih und Glied die Teile auf der Stange hängen.

Worauf ich mich nun wieder freue, sind meine eigenen Kreationen, die ich kommende Woche in Angriff nehme.

Zuerst mache ich mein sexy gelbes Abendkleid fertig (Bild kommt nach Fertigstellung), dann schneide ich einen Hosenanzug für eine Größe 50 aus knallrotem Gabardine mit passender Bluse zu, ein Sommerkleid steht noch auf dem Programm und einige Änderungen.
Und zu meinem Angebot vom Workshop- Scherenschnitt den es jetzt zum Sommersparpreis gibt, sind einige Arbeitsmappen Bestellungen eingegangen, die es zu erledigen gilt.

Online-Workshop Scherenschnitt

Bis bald
Edith F

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