Was das werden Sie nun fragen!
Ein volles Jahr habe ich nun gekämpft um alles, was wir uns erschaffen haben nicht zu verlieren. Heute Morgen bin ich nun zum zweiten Mal neu geboren, ich habe gestern den größten Cup meines Lebens vollbracht.
Ich bin einfach nur glücklich.
Soviel zu meiner Lebenssituation, einen Teil davon enthält mein Bericht
Bevor der Hammer fällt
Jetzt geht es weiter, mit Energie und neuem Schwung werde ich mich meinen Aufgaben widmen und alles verwirklichen was ich mir vorgenommen habe.
Letzte Woche, ich war in meiner Werkstatt am Arbeiten, kam eine frühere Mitarbeiterin vorbei und hat mir von Ihren Sorgen und Nöten erzählt. Ich steckte an diesem Tag zwar selbst nach einer Absage für eine versprochene Hilfeleistung in einem totalen Dilemma und hätte selbst einen Rat gebraucht, doch dieser jungen Frau musste ich zuerst eine neue Perspektive geben, denn Sie brauchte sie ganz dringend.
Durch mein eigenes Lebenschaos, aus welchem ich mich Stück für Stück befreien konnte und vielen Büchern und einigen Seminaren, welche mir einen Weg zeigten, den ich gehen konnte, ohne viel Geld einzusetzen (ganz ohne geht es natürlich nicht), hat sich mein Weltbild um ein ganz schönes Stück verändert.
So konnte ich meiner früheren Mitarbeiterin gut den Rücken stärken, um die Stürme des Lebens zu bestehen.
Wieder einmal habe ich festgestellt, dass immer in der Lebensmitte das Schicksal den größten Hammer bereit hält. Meistens sind es Kürzungen der Arbeitsstunden, oder gar Kündigung, selten Krankheiten, auch wenn dies oft behauptet wird. Krankheiten entstehen durch die Umstände, welche auf die Menschen einstürmen, wenn plötzlich das Geld nicht mehr ausreicht, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Oft haben die Kinder gerade eine Lehre oder ein Studium angefangen und brauchen Unterstützung, weil die Ausbildungsvergütung oder das Bafög nicht ausreicht. Selbst steckt man in Verpflichtungen und braucht seinen Arbeitsplatz. Und dann ereilt einen das Unglück des Verlustes der Arbeit.
Ob nur teilweise, oder ganz, das spielt keine Rolle, es ist immer ein gravierender Einschnitt und der macht die Menschen krank.
So auch in meinem oben beschriebenen Fall. Die Familie hat drei Kinder, wovon eine Tochter schon Ihr Studium beendet hat und Assistenzärztin ist, die nächste Tochter studiert und der Sohn geht noch aufs Gymnasium. Die Familie ist nicht wohlhabend, aber die Kinder sind sehr intelligent und haben daher die Unterstützung Ihrer Eltern. Ich kann dies verstehen, denn ich habe ebenso gehandelt. Dem Vater wurde die Wöchentliche Stundenzahl auf 35 Std. herunter gefahren, was natürlich am Monatsende zu spüren ist. Als weitere Geldeinnahme hatten Sie einen Hausmeisterdienst in einer Volksbank, wo von der Reinigung der Räumlichkeiten, bis zum Winterlichen Räumdienst alles zu erledigen war. Sogar noch zusätzliche Küchenaufräumaktionen machten Sie ohne Entlohnung, da die Damen von der Bank selbst zu bequem waren, dies zu erledigen. Ohne besondere Ankündigung kam dann eines Tages der Bescheid, dass eine Reinigungsfirma nun den Dienst übernimmt und das Ehepaar nicht mehr bebraucht wird. Auch das sind die Gepflogenheiten einer Bank.
Man kann verstehen, dass die Familie in große Finanzielle Schwierigkeiten geriet.
Ich konnte zwar nicht mit Geld aushelfen, aber einen Weg zeigen, um dem Ganzen wieder Herr zu werden.
Es gab doch im Fernsehen in den letzten Wochen auf unserem dritten Programm so eine tolle Reportasche „ Elsbeth Trautwein hilft”, das war eine ganz wunderbare Sendung, um den Menschen zu zeigen, wie viel Potenzial in Ihnen steckt, um eine Krise zu meistern.
Und genau diese Unterstützung brauchen die Menschen, um wieder auf die Beine zu kommen.
Nun muss ich noch etwas erfreuliches über meinen Job berichten, denn es ist wunderschön und gibt mir wieder neue Kraft um weiter zu Arbeiten.
Seit einiger Zeit habe ich angefangen meine Arbeitstechniken weiter zu geben und so konnte ich gestern Abend meinen Rockprofi bei den Profis vorstellen. Was mich sehr gefreut hat war, auch die Profis konnten noch einiges lernen.
Und weil ich ja selbst den täglichen Kampf mit dem Dasein probe, hat mich heute Morgen ein neuer Auftrag sehr glücklich gemacht. Es ging dabei wie schon so oft um das immer wieder kehrende Thema, die Konfektion bietet den älteren Jahrgängen (ab 65) nicht mehr die Kleidung an, die gern getragen wird. Es wird einfach nicht mehr darauf geachtet, dass eine Kundin Ihren Stil schon längst gefunden hat und daher nicht mehr bereit ist, sich mit unpassender Kleidung zu kleiden. Unpassend vom Stil, der Form und dem Material.
Die Damen fahren zum Shoppen in die nächste Großstadt und kommen frustriert, ohne Einkauf nach Hause. Manchmal denke ich die Generation 50 plus ist nur wichtig für die Pharmaindustrie, Reiseangebote, Umgestaltung für Altersgerechtes Wohnen und was es sonst noch so alles gibt auf dem Gebiet.
Nur was sich die, oder der Kunde an Kleidung wünscht ist nebensächlich. Der Markt ist groß und da lässt sich allemal was finden, doch leider sieht dies in der Realität nicht so berauschend aus.
Daher werde ich mein Ziel weiter verfolgen und mein Angebot ausarbeiten, um der älteren Generation ein kleines bisschen zu helfen, den großen Frust in Sachen Kleidung zu beseitigen.
Bis bald
Edith F