Archiv des MonatsJuni, 2007

Schneiderei hat Pause

Diese Woche habe ich einiges zum nachholen in meinem Haushalt, nebenbei noch einige Änderungen für meine Kunden erledigt und neu zugeschnitten.

Nach anstrengenden Arbeitswochen wo Brautkleider, Hosenanzüge, Röcke, Blusen usw. entstanden sind, gehe ich nun in die nächste Arbeitsrunde. Auf dem Plan steht der Sommer, mit all seinen leichten luftigen Outfits, die es nun zu erstellen gilt.

Liegen doch tolle Stoffe bereit aus kühlem Leinen, Seide, leichter Viskose, Baumwolle und Polyester. Wobei ich nicht unbedingt ein Freund von Polyester bin, lässt sie uns doch im Sommer oft noch mehr in Hitzeattacken ausbrechen als die kühlen Naturfasern.

Daher besteht meine kleine Sommerkollektion aus Naturmaterialien. Zu sehen wie immer auf meiner Webseite massundmehr.de ab 1. Juli.

Allerdings habe ich diese Woche noch eine ganz andere Aufgabe zu erfüllen, daher verschiebe ich auch noch meine kleine Leinen Info bis nächste Woche.

Es steht wieder mal ein Familienfest an, wo meine Koch- und Backkünste gefragt sind. Das hat mich dazu veranlasst, vielleicht ein weiteres Rezept aus meiner Sammlung für interessierte Bäcker/innen aufzuschreiben.

Der letzte Kuchen war ein Süßkirschkuchen und Heute folgt ein Sauerkirschkuchen, ein Rezept oft erprobt, heißgeliebt auf dem Wunschzettel der Familie und gaaaaaaaaaanz lecker.

SauerkirschkuchenZutaten:

Zutaten:Für den Teig:

250 g Mehl

2 gestrichene Teelöffel Backpulver, 1 Teelöffel Zimt, 2 Esslöffel Kakao, 150 g Zucker, 1 Prise Salz, 3 Eigelb, 125 g Butter, 4 Esslöffel Kirschwasser.

Für den Belag:

1 Glas Sauerkirschen (Einwage: 450 g)

3 Eiweiß, 150 g Puderzucker, 150 g Haselnüsse, 1 Päckchen Tortenguss rot, ¼ l Kirschsaft.

Zubereitung:

Mehl, Backpulver, Zimt, Kakao, Zucker und Salz mischen. Eigelb, Butterflöckchen zufügen. Alle Teigzutaten gut verkneten. 2/3 Teig auf den Boden einer (24 cm Durchmesser) ausrollen. Aus dem restlichen Teig eine Rolle formen. An den Innenrand der Springform legen und ca. 3 cm am Rand hochziehen. Auf den Boden die abgetropften Kirschen verteilen. Eiweiß ganz steif schlagen. Puderzucker sieben und mit den Haselnüssen locker unter unterheben. Die Masse auf die Kirschen geben. Im vorgeheizten Backofen bei 200 Grad ca. 40 Minuten backen. Aus dem Tortengusspulver und Kirschsaft einen Guss kochen und über den noch warmen Kuchen gießen. Nach dem erkalten den Kuchen aus der Form lösen.

Das war mein Kuchenrezept, für den Abend habe ich ein Büffet vorgesehen mit kleinen Leckereien die leicht zu zaubern sind. Werde sie als kleines Büchlein vorstellen hier ein Rezept daraus.

Gefüllte Eier16 Eier

16 Eier180 gr Butter

4 Eßl. Mayonnaise

2 Teel. Senf

1 Teel. Streuwürze

1 Eßl. Petersilie

1 Teel. Salz

Eier hart kochen auskühlen lassen danach schälen und halbieren. Das Eigelb heraus nehmen, die Butter mit Mayonnaise, Senf, Streuwürze, Salz und zuletzt mit dem Eigelb verrühren. Das ganze in einen Spritzbeutel füllen und in die Eihälften spritzen, mit etwas Kaviar garnieren.

Für die Kräutercreme die Petersilie in die Eigelbcreme einmischen und mit Lauchzwiebeln und einem kleinen Paprikastück garnieren.

Bis bald

Edith F

 

Kommentar

Naturstoffe aus Seide, Leinen und Wolle.

Seide, Leinen, Wolle alles Natur.Diese Stoffe sind meine absolute Favoriten. Ich bin schon immer ein Fan von wunderschönen Seiden- Leinen und Wollstoffen, dieses Gefühl auf der Haut ist einfach nur angenehm und schön.Heute widme ich mich der Seide in meinem Blog.

Seit einigen Jahren stelle ich Seidentops her, meistens werden sie als Unterhemden getragen. Viele Kunden lieben diese sinnliche Faser auf der Haut, die luftdurchlässig und trotzdem wärmend ist. Auch andere Kleidungsstücke wie Röcke, Blusen und vieles mehr haben den Reiz des Besonderen, wenn sie aus Seide gearbeitet sind.

Eine kleine Seideninfo zum nachlesen: Es war einmal…
… eine chinesische Kaiserin, Si Ling Chi, die beim morgendlichen Spaziergang durch den Hofgarten eine sich einspinnende Raupe beobachtete. Ein Traum, sich in einen solch feinen, schimmernden Faden einzuhüllen, dachte die Kaiserin… So, oder so ähnlich, begann vor über 5000 Jahren die Seidenraupenzucht. Nur unwesentlich verändert findet sie noch heute in China statt.

Was ist eigentlich Seide?
Seide ist der feine Faden, mit dem sich die Seidenraupe in ein Kokon einspinnt. Im Seidenkokon verpuppt sie sich und schlüpft 20 Tage später als Falter. Dieser durch die einzigartigen Spinndrüsen der Raupe hergestellte Faden ist der feinste und stabilste natürliche Faden der Welt. Seide ist eine Eiweißfaser, d.h. in ihrem Aufbau der menschlichen Haut sehr ähnlich. Daher ist Seide die optimale “zweite Haut”.

 

 

 

· Seide GLÄNZT Seide ist synonym für Glanz. Durch diesen einzigartigen Glanz kommen Farben besonders leuchtend zur Geltung. Doch Glanz ist nur die augenscheinlichste ihrer körper- und sinnesfreundlichen Eigenschaften.    

· Seide STREICHELT Dank ihrer besonders feinen, glatten Faserstruktur, fällt Seide geschmeidig und weich. Seide hat durch ihren Eiweißaufbau von allen textilen Fasern die beste Hautverträglichkeit. Sie kann auch von empfindlichen Menschen problemlos auf der Haut getragen werden. · Seide KLIMATISIERT Seide besitzt optimale Isolationsfähigkeit: sie wärmt bei Kälte und kühlt bei Hitze. Sie ist daher sowohl im Sommer als auch im Winter bestens tragbar. Besonders gut läßt sich Seide „darunter” tragen weil sie wärmt ohne aufzutragen. Seide kann etwa 30% ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich feucht anzufühlen. Sie kann große Mengen Schweiß aufnehmen und dabei die Haut atmen lassen. Seide ermöglicht ein körperliches Wohlbefinden. · Seide HÄLT SICH Ihrem Aussehen zum Trotz ist Seide relativ robust. Dank ihrer glatten Oberfläche ist sie schmutzabweisend und unempfindlich gegen Gerüche. Seide ist knitterarm, reißfest und trocknet schnell.  

Seide SCHMEICHELT Seide haftet der ganze Märchenglanz ihrer Geschichte an: keine Prinzessin ohne Seidenrobe, kein Edelmann ohne Seidengewand. Über die harmonisierende Wirkung seidener Kleidung schrieben schon vor 2000 Jahren chinesische Dichter. Seide bleibt ein magischer Stoff mit verborgenen Kräften.   

Hier bei www.massundmehr.de  finden Sie auf der ersten Seite zwei Modelle vollkommen aus Seidenstoffen genäht. Bei den angeboten sind die Seidenhemdchen zu sehen, die Sie gern nach Ihrer Größe bestellen können. Die Tabelle für die Größenangabe bindet sich im Web-Atelier.

Das nächste Mal werde ich über die Vorzüge von Leinen berichten.

Bis bald

Edith F

 

 

Kommentar

Besprechung mit Kirschkuchen

 So nun habe ich mich beeilt damit ich noch ein paar Gedanken aufschreiben kann.

Morgen früh machen wir Lagebesprechung meine Kollegin und ich. Im Herbst 2006 habe ich angefangen meine Vision umzusetzen und diese nimmt so langsam Gestalt an. Darüber wollte ich aber Heute gar nicht schreiben, sondern über eine ganz andere Sache.

Da ja wie gesagt Morgen ein sogenanntes Meeting, wie man so schön Neu- Deutsch sagt ansteht, habe ich Heute noch etwas ganz anderes zu tun, nämlich für das Laibliche- Wohl zu sorgen.

Meistens ist es ja so bei uns Kreativen, dass wir auch in unserem Haushalt eine gewisse Ader für das besondere haben. Ich koche und backe zum Bespiel leidenschaftlich gern und habe schon so manche große Fete selbst bekocht. Das letzte Mal mit kalten Platten für das Büffet der Hochzeit unserer Tochter.

Da machen ein paar Gäste mehr oder weniger nichts aus, bei guter Vorplanung klappt es auch mit einer größeren Festtafel. Es macht mir daher nichts aus 50 Leute oder mehr zu bekochen, vorausgesetzt ich habe genügend Zeit dafür. Hinterher bin ich dann meistens noch so in Fahrt, dass ich am liebsten einen Partyservice aufziehen würde. Diese kleine Spinnerei vergeht natürlich ganz schnell wieder, wenn der Alltag kommt.

Was habe ich für Heute vorbereitet?

Nichts Weltbewegendes nur einen Kirschkuchen zum backen. Etwas aufwendig, aber das Rezept, leeeeecker.

Hier kommt es zum Nachbacken:

Kirschkuchen aus Süßkirschen

Zutaten für 12 Stücke:

125 g Butter oder Margarine, 75 g Zucker, 1 Päckchen Vanillinzucker, 1 Ei, 250 g Mehl, 1 gestrichener Teel. Backpulver, 10 Zwiebäcke, 125 g gemahlene Haselnüsse, 2 Teel. Zimt, 1 kg schwarze nicht zu saftige Kirschen, 3 Eier, 1 Becher saure Sahne, 125 g Zucker, 1 gehäufter Teel. Zimt.

Geschmeidiges Fett mit Zucker, Vanillinzucker und Ei cremig rühren. Mehl und Backpulver dazusieben und kurz unterkneten. Teig 1 Stunde kalt stellen. Zwiebäcke mit dem Wellholz auf einem großen Stück Pergamentpapier zerdrücken, mit Nüssen und Zimt vermischen. Gewaschene, abgetropfte Kirschen entstielen und entsteinen. Teig dünn zu einer runden Platte auswellen und in die gefettete Tortenbodenform damit auslegen. Die Hälfte der Zwieback- Nussmischung einfüllen und darauf die Kirschen geben. Kuchen im auf 180 Grad (Gas Stufe 2) vorgeheizten Backofen ca. 30 Minuten backen. Eier, Sahne, Zucker, Zimt und die restliche Bröselmischung verquirlen. Den Kuchen mit dieser Masse bedecken und noch 30 Minuten goldbraun überbacken.

Dieser Kuchen ist mein Kirschkuchen- Bestseller.

Für das schnelle Zubereiten vom Mürbteig habe ich noch einen Tipp, den mir vor vielen Jahren einmal eine Kollegin, welche einen großen Betrieb führt, verraten hat.

Wir hatte damals eine Einladung in Ihre Schneiderei und Boutique und fielen 15 Mann hoch bei Ihr ein. Auf dem Kaffeetisch standen 4 selbstgebackene Obstkuchen mit Mürbteig. Wir waren alle ganz erstaunt darüber wie Sie das alles noch nebenher so packt. Da hat Sie uns das Geheimnis verraten.

Statt immer nur einen Teig zu machen, macht Sie gleich die 3 oder 4 fache Menge Mürbteig und belegt die Bleche damit. Blech und Teig werden dann eingefroren und bei Bedarf wird der gefrorenen Boden aus der Gefriertruhe genommen, mit Obst oder Quarkmasse befüllt und gebacken. So erspart man sich drei Arbeitsgänge und alles geht viel schneller.

Das einzige was man für diesen Schnellgang braucht, sind 4 Kuchenformen.

So dann bis zum nächsten mal.

Edith F

Kommentar

Sommer Sonne Strand und Meer, tauchen in Ägypten

Zu diesem Traumurlaub startet meine Kundin Ende nächster Woche. Und ich bin am ganz schön am schuften, damit die passende Garderobe fertig wird.

Es ist jedes Mal eine Herausforderung für mich, drei oder vier vom Schnitt her gleiche Kleider aus unterschiedlichen Materialien zu gestalten.

Für den letzten Urlaub kam mir die Idee, an einem Kleid eine Häkelborde für den Ausschnitt anzufertigen und sie mit bunten Perlen zu besticken. Die Farbe des Kleides ist ein wunderschönes warmes Sonnengelb und das Kleid ein ganz normales geradegeschnittenes Modell. Es war der absolute Renner unter meinen 4 Modellen die ich angefertigt habe und kam laut Aussage meiner Kundin sehr gut an.

An Farben habe ich nun schon schwarz, rosa, dunkelblau, rot und gemusterte Stoffe verwendet.

Dieses Mal habe ich ein türkis besorgt, in uni und gemustert, hat mich irgendwie inspiriert beim Gedanken an das Meer, denn manchmal schimmert das Wasser in einem satten türkis. Ob das in Ägypten auch so ist kann ich leider nicht sagen, denn diese Urlaubserfahrung fehlt mir noch.

Na ja dann sind da noch die beiden Strandkleider, einfach so zum Überwerfen für den kurzen Abstecher an der Strand-Bar. Bin noch sehr damit beschäftigt, welche kleinen Etwas ich an diese beiden Teile anbringe. Am Donnerstag habe ich eine ganz interessante Variante eines kleinen Blickfangs gesehen, ich glaube diesen werde ich umsetzten. Könnte mir vorstellen, dass das ein besonderer Geck wäre.

Das schönste an der ganzen den Urlaubskleider ist, ich habe völlig freie Hand in der Auswahl der Stoffe und der Gestaltung der Modelle, das macht richtig Spaß. Natürlich braucht es auch ein gewisses Einfühlungsvermögen in die Vorstellung der Kundin was sie gern tragen möchte.

Da kommen mir meine Kenntnisse in der Farb- & Stilberatung die ich mir vor Jahren schon in etlichen Kursen angeeignet habe zu Gute. Dadurch fällt es mir nicht allzu schwer den richtigen Stil und die Farbe heraus zu finden. Natürlich gelingt es nicht jedes Mal auf Anhieb so gut wie bei dieser Kundin, ich denke es kommt dabei auch auf die Chemie an, ob man eine gemeinsame Ebene findet.

Meine Seite für die Alle die das besondere lieben www.massundmehr.de

So dann los geht’s in die nächste Arbeitswoche, ich hoffe ich kann auch noch einige Nähtipps für die Hobbyschneiderinnen in Wort und Bild zusammen stellen für den kommenden Online- Workshop den ich anbieten möchte.

Sind sie interessiert am Schneidern, dann schauen Sie sich die Tipps vom Profischneider vom Profi an.

Bis bald

Edith F

Kommentar

Ein ganz anderes Thema die Gesundheit

Von etwas ganz anderem möchte ich Heute an dieser Stelle berichten.

Seit einiger Zeit plage ich mich in gewissen Abständen mit einer lästigen Krankheit herum, das heißt für mich wende ich das Wort Krankheit normaler Weise nicht an, aber wie ich es sonst bezeichnen soll weiß ich nicht.

Es ist eine lästige Neurodermitis welche von Zeit zu Zeit meine Hände befällt. Lästige Begleiterscheinungen treten auf, wie das entstehen von juckenden Pusteln, welche nach dem Abheilen raue Schrunden zurück lassen.

Vor 3 Jahren hatte ich die letzte große Attacke, meine Handinnenflächen waren offen, die Fingerkuppen ebenfalls.

Nach Jahren der Ruhe hatte mich damals die Neurodermitis wieder fest im Griff. Was also tun, Allergietest hatte ich schon einige hinter mir, keiner hat angeschlagen. Hautärzte konnten dem ganzen auch nicht bei kommen, denn mit Kortisonsalben wurde zwar die befallene Stelle bekämpft, aber das Problem nicht gelöst. Die Haut meiner Hände wurde immer dünner und brüchig wie Papier. Bei meinem Beruf eine sehr schmerzhafte Angelegenheit, da die Fäden Schnittspuren hinterließen.

So habe ich dann beim letzten großen Ausbruch einen anderen Weg gewählt, der zwar etwas ungewöhnlich ist, aber mir hat er sehr geholfen.

Eine Kundin erzählte mir von einem Arzt, der sich vollkommen der Naturheilkunde als Androposoph verschrieben hat. Anfang der neunziger habe ich diesen Arzt das erste Mal aufgesucht. Ich bekam verschiedene pflanzliche Pülverchen verschrieben, die ich in bestimmten Abständen einnehmen musste. Zuerst verschlimmerte sich meine Neurodermitis in dem Maß, dass es mir peinlich war meine Hände zu zeigen. Ich weiß noch, wir waren damals in der Schweiz im Urlaub und Abends wenn wir zum Essen gingen, habe ich ein großes Pflaster über meine offene Hand geklebt. Der Ausschlag zog sich damals über den Handrücken und zwischen den Fingern endlang, war daher immer sichtbar.

Nach Wochen der Pulvereinnahme verschwanden nach und nach die Pusteln und meine Hände wurden schön wie vorher. Es war ein Erfolg auf der ganzen Linie.

Ruhe sollte ich aber trotzdem nicht haben von dem Übel. Jahre später ereilte mich wieder ein neuer Anschlag auf meine Hände. Zuerst habe ich nur beobachtet, dann versucht das Ganze selbst zu bekämpfen, es half alles nichts. Der Ausschlag breitete sich immer mehr aus, es juckte und brach auf, danach kamen die Schrunden. Diesmal schlug es mit voller Wucht zu. Die Handinnenflächen waren offen, die Finger befallen und es bildete sich nach dem Abheilen die reinste Lederhaut.

Was also tun, Hautarzt kam nicht in Frage und Androposoph musste selbst bezahlt werden. Von was war die nächste Frage, die Kasse war nach dem Hausbau leer, aber was half es, meine Hände mussten gesund und Einsatz fähig sein. Alle Versuche wie die Hände in Zuckerrohr- Melasse zu baden, mit Salben und Creme zu behandeln halfen nicht, da habe ich den Entschluss gefasst zu meinem Arzt zu gehen.

Zuerst folgte eine Untersuchung, dann sollte ich erzählen was mich momentan so sehr gefangen hält, dass ich praktisch meine Hände nicht hoch bekomme.

Viel zu viel hatte ich mir aufgeladen, das wurde mir schlagartig bewusst. Hatte ich doch 1997 damit begonnen mich endlich aus den Fesseln meiner Eltern zu befreien, durch einen riesengroßen Kraftakt. Wie schon in meinen anderen Berichten erwähnt bauten wir noch einmal ein Haus für uns allein, nachdem ich 24 Jahre meistens sehr unglücklich, mit meinen Eltern unter einem Dach gelebt habe. Alles habe ich wunderbar hinbekommen, wir bekamen keinen Streit mit den Eltern, unsere Tochter übernahm die Wohnung, Mann und Sohn waren glücklich und alle waren gut versorgt bis auf mich.

Es kam dick und dicker.

Nachdem ich an Weihnachten voller Elan meine Pläne gezeichnet habe, wie ich gern wohnen möchte, übergaben wir sie zum Ausarbeiten dem Architekt und es kam ein sehr schönes Wohn/Geschäftshaus dabei heraus. Eine ausgefeilte Raumaufteilung für meinen Bedarf, schöne Wohnräume und von der Außenansicht her ganz ansehnlich gestaltet. Das ganze artete dann etwas aus und da entstanden die Schwierigkeiten.

All die Dinge habe ich meinem Arzt erzählt und er gab mir den Rat meine Hände wieder nach oben zu halten. Aber wie soll das gehen bei so viel Problemen, denn in der Zwischenzeit hatte ich nicht nur immense Geldsorgen, sondern auch noch Probleme mit einem Lehrling, welcher in die Drogenszene abgerutscht ist.

Was ich dringend benötigt hätte, wäre eine Finanzielle Unterstützung in meinem Betrieb, denn durch meine Krankheit und der Misere mit dem Lehrling kam ich in Existenzielle Schwierigkeiten und keiner half mir diese in den Griff zu bekommen. So schlitterte ich durch Zeit und Raum und versuchte alles im Griff zu behalten.

An dieser Stelle möchte ich noch auf die Nöte der Selbständigen hinweisen. Es wäre sehr schön, wenn die Hilfe auch uns Altgedienten und nicht nur den Existenz- Gründern zukommen würde, denn schließlich haben wir uns schon über Jahre bewiesen, dass wir etwas leisten können, haben Lehrlinge ausgebildet und uns dafür mächtig ins Zeug gelegt. Doch wenn dann die Not am größten ist, bekommt man statt einer angemessenen Hilfe nur ein müdes Lächeln, weil man angeblich nicht genügend Umsatz hat. Da frage ich mich, wo fängt beim Bänker der Umsatz an. Manchmal für ein Handwerk bei völlig utopischen Zahlen. Denn wie der Name schon sagt, es ist Handwerk, nicht Maschinenwerk. Ich würde mich freuen, wenn es Menschen geben würde, die das Risiko nicht scheuen und uns unterstützen würden, es gibt viele Möglichkeiten, denn wir stellen einzigartige Dinge her. Und was noch dazu kommt, sehr oft bilden wir von gutverdienenden Menschen, welcher Gelder in Stiftungen und anderen Dingen anlegen, die Töchter und Söhne aus, was unsere Zeit, Kraft und Geld kostet. Hier wäre ein Umdenken angebracht, die Gegenleistung wären gut ausgebildete junge Menschen mit großen Zukunftsperspektiven. Aber ohne Unterstützung können wir diesem Auftrag nicht mehr gerecht werden.

Vielleicht ändert sich etwas warten wir es ab.

Mein Arzt verschrieb mir Aufbaumittel die ich ach du Schreck nun selbst spritzen musste. Ich und spritzen, das ist etwas was mir nun gar nicht liegt, aber nach einer guten Einführung konnte ich auch das selbst erledigen. Ein halbes Jahr habe ich diese Kur gemacht und meine Hände erholten sich langsam. Für die Schrunden habe ich Tagsüber Salbe mit Harnstoff benutzt und Nachts ganz dick Penatencreme darauf geschmiert. Natürlich mussten die Hände verbunden werden, aber damit konnte ich nicht Arbeiten. Darauf hin habe ich mir für jeden Tag zwei paar Handschuhe ohne Finger aus Baumwoll- Jersey genäht, darunter konnte ich salben und schmieren wenn Bedarf bestand.

Nach dem halben Jahr verschwand die Neurodermitis ich war überglücklich. Das sollte aber nur einige Monate anhalten und ich bekam Pusteln im Gesicht und auf der Kopfhaut. Was zur Folge hatte, dass ich keine Haare mehr färben konnte. Das war zuerst ein herber Schlag, fordert doch die heutige Zeit junge vital aussehende Menschen, überhaupt in einem Beruf der mit Ausstrahlung und Wirkung zu tun hat. Es half nichts ich musste umdenken und mich mit natürlichen Dingen umgeben, was beim Essen anfing und bei der Seife endete.

Es folgte die bisher letzte Spritzenkur und ich war bis vor etwa 3 Wochen völlig geheilt von dem Übel.

Nun ist aber wieder einiges in meinem Leben zu verkraften und meine Hände signalisieren mir nichts Gutes.

Da ich überzeugt bin, dass Psyche und Krankheit eng miteinander verbunden sind, muss ich eine Lösung finden und vor allen Dingen zu meinem Arzt gehen und mir meine Medizin verschreiben lassen.

Edith F

Ps. Handschuhe aus Baumwolle können Sie bei Bedarf gern bei mir bestellen.

Kommentar

Tüll, Leinen, Seide und vieles mehr.

Wieder am Ende einer arbeitsreichen Woche angelangt und viel abgearbeitet, das ist meine Bilanz am heutigen Freitagabend.

Angefangen hat die Woche genauso stürmisch wie die letzte endete, mit viel Arbeit und Zeitdruck.

Kaum hatte ich Montag angefangen läutete schon das Telefon für die nächsten Termine. Diese Woche habe ich zur Blusen-Woche auserkoren, es standen nach meiner weißen Hemdbluse, demnächst bei www.massundmehr.de zu sehen, von letzter Woche 4 weitere Blusen auf meinem Arbeitsplan.

So ganz nebenbei habe ich am Mittwoch dann noch etwas ganz besonderes genäht. Ein Rock on Roll- Kleid mit Petticoat darunter. Das Kleid aus einem Viskosestoff in tiefem dunkelbraun mit weißen unregelmäßigen Tupfen, mit einem Glockenrock und Stilechtem Oberteil sah sehr süß aus und der Petticoat vervollständigte dann den Stil der fünfziger Jahre.

Für den Petticoat habe ich mittelstarken weißen Tüll verwendet, diesen 5 lagig übereinander gelegt und angerüscht. Die einzelnen Saumkanten der Lagen wurden rouliert, damit sie Strumpf sicher sind. Für das Stück von der Taille bis zum Ansatz der Tüllrüschen wurde noch eine kleine Hüftpasse aus dem Futterstoff angearbeitet, welchen ich auch für die Roulierung der Tüllrüschen verwendet habe.

Um solch eine Technik wie die Roulierung aus selbst zugeschnittenen Schrägstreifen anbringen zu können, ist es von Vorteil wenn ein Zusatzteil für die Nähmaschine vorhanden ist. Natürlich geht das Ganze auch ohne dieses Hilfsmittel, das ist aber sehr mühsam.

Roulieren ohne Hilfsmittel wie geht das?

Das erste was zu tun ist, die Schrägstreifen aus dem Stoff aus dem das Paspel sein soll, ausschneiden. Bei den Paspelstreifen darauf achten, dass der Stoff genau im rechten Winkel liegt. Durch den perfekten Zuschnitt bekommt die Paspel keinen Schrägzug und lässt sich leichter verarbeiten.

Jetzt legen Sie den Paspelstreifen an die Schnittkante welche rouliert werden soll an und nähen den ersten Arbeitsgang. Wenn Sie gut kantig steppen können, dann können Sie meine Variante ausprobieren. Ich lege den Paspelstreifen auf die linke Stoffseite auf, so das die rechte Paspelseite auf der linken Stoffseite liegt und nähe sie danach in der gewünschten Paspelbreite an. Die Breite für Ihren Paspelstreifen rechnen Sie sich vor dem Streifenzuschnitt aus, damit eine schöne gleichmäßige Paspel entsteht.

Wenn Sie den Streifen lieber von rechts aufsteppen möchten, dann wird er meistens auf der hinteren Seite von Hand angenäht.

Paspelstreifen schneiden!

Z.B.: Die fertige Paspel soll 0,7 cm haben, dann brauchen Sie einen Streifen von ca. 3,1 cm kommt etwas auf den Stoff an, ob er dünn oder dicker ist. Ich probiere das im Vorfeld durch umlegen immer erst aus so verhindere ich, dass bei dickerem Stoff der Einschlag zu knapp ist.

Bleiben wir bei dem Paspel von 0,7 cm. Die erste Naht setzen Sie genau bei 0,7 cm, wenn Sie meine Variante wählen, auf der linken Stoffseite. Nun den Paspelstreifen um die Naht herum legen und unten 0,7 cm einschlagen und feststecken. Die rein rechnerischen übrigen 0,3 cm werden für das Umlegen der Paspel gebraucht. Auch hier gibt es einen kleinen Trick aus dem Nähkästchen, den Streifen so umlegen, dass er gerade um die Naht liegt. Also hochlegen und genau umlegen, möglichst nicht nach rechts oder links verziehen. Wenn etwas mehr Weite z.B. in der Ausschnittkurve entsteht, sie zwischen zwei Quernadeln festhalten. Zu diesem Arbeitsgang werde ich noch ein Bild einstellen. Ich hefte mir den Paspelstreifen immer von rechts auf, so verhindere ich das verschieben. Die quer gesteckten Stecknadeln lasse ich stecken und ziehe sie kurz vor dem übernähen heraus.

Probieren Sie es aus, vielleicht ist meine ausprobierte Technik eine gute Hilfe für Sie.

Das sind wieder einige Tipps und Kniffs aus dem Nähkästchen.

Sie können aber auch gern bei meiner Webseite www.massundmehr.de vorbei sehen, dort gibt es demnächst fertige Produkte, zum größten Teil aus Naturfasern, Leinen, Seide, Wolle, Viskose und was noch besonderes zu erwähnen ist, in limitierte Anfertigung.

Der Sommer hat das Land schon fest im Griff, holen wir ihn noch in unseren Kleiderschrank.

Bis bald

Edith F

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Hosenanzüge, Jogginghosen und weiße Hemdblusen

Eine Woche voller Arbeit liegt nun hinter mir und das Ergebnis ist sehr schön geworden. Bluse, Rock, Hosenanzüge und Jogginghosen für den besonderen Einsatz sind fertiggestellt.

Die abgewandelte weiße Hemdbluse ist der absolute Renner in meiner Kollektion. Sie sitzt dank der Baumwollpopeline mit Elastan kurz und knackig an meiner Rubensfrau. Bedeckt gerade so den Zwischenraum von Rockansatz und Bluse und lässt bei der Bewegung die Haut hervorblitzen.

Da die weiße Hemdbluse schwarze Ziernähte hat, habe ich bei der Herstellung den Rekord des Auftrennens hergestellt, ich glaube die Menge reicht normalerweise für einen Monat aus.

Das sind eben die kleinen Feinheiten, welche oft vorher nicht kalkulierbar sind. Trotzdem hat es mich nicht daran gehindert, die Hemdbluse gleich noch einmal zu produzieren, nur dieses mal mit weißer Ziersteppung. Ich finde es ist ein toller Schnitt für eine große Oberweite mit einer relativ schmalen Taille (OW 114 TW 87).

Der Rock eine Wunschkreation meiner jungen Kundin, asymmetrisch geschnitten passt er super zum Stil des ganzen Outfits.

Omas roter Hosenanzug mit schwarzem Perlenbesticktem Top darunter ist ebenfalls fertiggestellt und wurde begeistert angenommen.

Einen ganz anderen Hosenanzug habe ich dann noch genäht, etwas leichtes für den Sommer. Meine Kundin feiert Ihren „jungen” 85. Geburtstag, schick wird sie sein in leichtfallenden Schlupfhose mit passendem Oberteil.

Die besondere hierbei ist, die Hose ist körpergerecht geschnitten, das heißt bei diesem Model, dass die Hinter- Hose schön hoch und die Vorder- Hose tiefer geschnitten ist, was eine optimale Passform bei den meisten Älteren Damen ergibt. Für das Oberteil hatte meine Kundin einen besonderen Wunsch, der Hintere Halsausschnitt sollte hochgeschnitten sein, aber nicht durch einen üblichen Kragen der im Vorderteil als Rever zu sehen ist. Ich habe dann einen kleinen Schalkragen im Vorderteil angebracht, welcher hinten als Stehkragen endet. Todschick das ganze, mal sehen vielleicht darf ich ein Bild meiner Kundin ins Netz stellen.

Jogginghosen können Sie an jeder Ecke kaufen, denken Sie:

Das ist zwar richtig aber manchmal braucht man etwas ganz anderes als das übliche Angebot. Und genau auf dieses andere habe ich mich spezialisiert mit ganz unterschiedlichen Teilen.

In diesem Fall sollte es eine weiche Hose mit weiten Beinen und ohne lästige Aufdrucke sein. Ältere Damen finden die Jogginganzüge mit Werbeaufdruck ganz grausig, Sie möchten ein zweckmäßiges, funktionsfähiges Teil und keinen Werbeträger Einsatz dieser speziellen Hose erfordert.. anziehen.

Brauchen aber oft solche Teile, weil ein REHA Aufenthalt nach einer OP ansteht. Hier ist es ein neues Kniegelenk, welches den Bei dieser Jogginghose kam es auf weite Beine und einen passenden Schnitt, sowie die richtige Länge an. Ein weicher Stoff, der nicht reibt und luftig für die heißen Sommertage ist, tut sein übriges um bei der Kleidung ein Wohlgefühl zu erhalten.

Das war nun die Arbeit einer ganzen Woche, ausgefüllt, wunderschön und sehr befriedigend, weil Alle mit Ihre neuen Kleider glücklich waren.

Möchten Sie sich einmal umsehen was so alles produziert wird, dann schauen Sie hier vorbei www.massundmehr.de.

Bis zur nächsten Woche

Edith F

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